Gefahren beim Erwachsenwerden Oberschüler in Twist sprechen über Sucht und Gewalt

Mit den Themen Sucht und Gewalt haben sich die Schüler der Oberschule Twist beschäftigt. Das Theater-Ensemble Bühnengold aus Berlin führte dabei das Theaterstück „Click and Kill“ auf. Foto: Oberschule TwistMit den Themen Sucht und Gewalt haben sich die Schüler der Oberschule Twist beschäftigt. Das Theater-Ensemble Bühnengold aus Berlin führte dabei das Theaterstück „Click and Kill“ auf. Foto: Oberschule Twist

Twist. Schüler der Oberschule Twist haben sich mit den Themen Sucht und Gewalt befasst. Es handelte sich um eine Präventionsarbeit im Rahmen des Lions-Quest-Programms „Erwachsen werden“, das im Schulprogramm der Schule seit Jahren fest verankert ist.

Die Schüler der Jahrgangsstufe 8 beschäftigten sich mit den Themen Sucht insbesondere Alkoholsucht und Mediensucht. Die Jahrgangsstufe 9 behandelte den Schwerpunkt Gewalt. Gewalt und Suchtprävention gehören zu den Lions Quest Bausteinen, die in den Jahrgangsstufen 8 und 9 thematisiert werden. Lions Quest ist ein Programm des Lions Clubs International, bei dem Schülerinnen und Schüler durch soziales Lernen auf ihr späteres Leben vorbereitet werden.

Gruppendiskussionen

Ihm Rahmen der Präventionstage erarbeiteten die Schüler in ihren Klassen die Thematik anhand von Gruppendiskussionen, kreativer Einzelarbeit, sowie der Visualisierung durch das Anfertigen von Plakaten. Diese sind seit dem Eltern-Schülerabend im Eingangsbereich auf Schautafeln ausgestellt. Auf diese Weise kann die gesamte Schulgemeinschaft von der Arbeit der Schüler profitieren. Unterstützt wurden die und Schüler dabei von der Präventionsfachkraft des diakonischen Werks Emsland, Steffi Rolfes, und Werner Rickermann vom Praxisverein für Alkoholgefährdete e.V. Twist. Rickermann berichtete von seinen eigenen Erfahrungen als ehemaliger Alkoholiker sowie von seiner ehrenamtlichen Arbeit in der Suchtprävention. Nach dem Vortrag konnten die Schüler anhand von sogenannten Promillebrillen selbst erleben, inwieweit das Sehvermögen unter dem Einfluss von Alkohol beeinträchtigt wird.

Theaterstück „Click and Kill“

Am zweiten Tag führte das Theater Ensemble Bühnengold aus Berlin das Theaterstück „Click and Kill“ auf. Diese dramatische Darstellung führte den Schülerinnen und Schülern die möglichen Folgen von perfidem Cybermobbing vor Augen.

Rollenspiele

Im Zuge der Gewaltprävention wurden unter der Anleitung vom Schulsozialarbeiter Korte Rollenspiele zur Demonstration von Vermeidung von Gewalt eingeübt und aufgeführt.

Dazu hat Elvis B von „Sports and Performing Arts“ aus Meppen den Schülerinnen und Schülern der 9. Klassen Techniken demonstriert, um sich vor körperlichen Übergriffen schützen können. Sie hatten anschließend die Möglichkeit diese praktisch in der Sporthalle auszuprobieren. Zusätzlich gab er nützliche Tipps körperlichen Auseinandersetzungen gänzlich aus dem Weg zu gehen – zum Beispiel durch das Meiden von gefährlichen Plätze oder einem selbstbewussten Auftreten.

Cybermobbing

Am dritten Tag lud die Oberschule Twist zum Schüler- und Elternabend ein, um die Ergebnisse zu präsentieren. Oberschulrektorin Roswitha Rengers begleitete durch den Abend. Zu den Schülerarbeiten zählten unter anderem die Analyse des Musiktextes „Willst du“ von Alliatoah und eine kurze Aufführung der Klasse 8 zum Thema Zivilcourage. Neben den Schülerarbeiten gab Roswitha Winkeler vom Kinderschutzbund Emsland Mitte einen Vortrag zum Thema Cybermobbing , der sowohl neue Informationen für die Schüler als auch für die Eltern enthielt. Sie stellte den Besuchern die Arbeit in ihrer Einrichtung vor und wies darauf hin, dass die Mitarbeiter des Kinderschutzbundes Ansprechpartner für Kinder und Jugendliche bei Themen wie (Cyber)-Mobbing, sexuelle Übergriffe und häuslicher Gewalt sind. Der Kinderschutzbund arbeitet eng mit den Schulen, dem Jugendamt und der Polizei zusammen und bildet somit ein großes Netzwerk zum Wohle des Kindes.

Möglichkeiten des Selbstschutzes

In Ergänzung stellte Polizeikommissar Bruns die strafrechtlichen Fakten zum Thema Cybermobbing dar und erläuterte in dem Zusammenhang Möglichkeiten des Selbstschutzes sowie des Schutzes von anderen. Dazu zählen unter anderem der angemessene Umgang mit sozialen Netzwerken und Onlinemessengern wie Whatsapp. Er informierte darüber, dass auch Schüler, die das 14. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, bei der Polizei aktenkundig werden können.