Schulzirkus Marienschule Twist sportfreundliche Schule

Von Heiner Harnack


Twist. Im Rahmen der Zirkusprojektwoche erhielt die Marienschule Twist das Zertifikat „Sportfreundliche Schule“ überreicht. In Zusammenarbeit mit dem Zirkus Sperlich aus Groß Berßen hatten die Kinder ein buntes zweistündiges Programm erarbeitet, das aufgrund der großen Nachfrage gleich viermal zur Aufführung kam.

Wer das 350 Zuschauer fassende Zirkuszelt betrat, wurde mit der Melodie des TV-Klassikers „Salto Mortale“ aus den 1960er Jahren begrüßt. Und die Programmmacher hatten mit dieser Musik, die 18-teilige Fernsehserie war einer der Straßenfeger seiner Zeit, nicht zuviel versprochen. Zirkusdirektor Gerhard Sperlich, der sich auf die Zusammenarbeit mit sämtlichen Schulformen spezialisiert hat, hatte mit seiner Familie das typische Flair eines Zirkus aufgebaut. Da stand das große Zelt, umgeben vom Wagenpark und vielem technischen Gerät.

Kinder-und Jugendarbeit

„Wir sind der erste Zirkus, der für seine Arbeit zertifiziert wurde“, erzählte Sperlich, der auf eine über 25-jährige Erfahrung in der Kinder-und Jugendarbeit zurückblicken kann, im Gespräch. Das eigene Programm, mit der Ausnahme des Bochum-Auftritts im Sommer spiele man fast gar nicht mehr. In der Manege übergab der Vertreter der Landesschulbehörde, Gerd Nögel , an die Rektorin Ute Reker die Auszeichnung der „Sportfreundlichen Schule“ bereits zum dritten Mal. „Nach oben kommen, ist gar nicht so schwer, aber das Niveau halten, das ist schwer“, lobte Nögel, selbst einst hervorragender Fußballer, die Anstrengungen der Schule. Die Auszeichnung wurde vom niedersächsischen Kultusministerium und dem Landessportbund Niedersachsen an die Schule vergeben. Was dann als zweistündiges Programm folgte, konnte vielen Zuschauern wirklich den Atem rauben. Die Kinder hatten von Akrobatik-Kunststücken über kleine Zauberkunststücke so ziemlich alles auf die Beine gestellt, was für ein zweistündiges Abtauchen in die Fantasiewelt des Zirkus ausreichte.

Nette Einlage

Besonders nett die Einlage, als ein kleiner Robin Hood, standesgemäß gekleidet und mit Armbrust ausgestattet, versucht, einer Prinzessin einen Apfel vom Kopf zu schießen. Letztendlich war es dann eine Banane, die die kleine Künstlerin vorsichtshalber verspeiste und zum Schuss kam es ohnehin nicht. Natürlich durften auch Trapezübungen und das Liegen auf dem Nagelbrett nicht fehlen. Dazu kamen Einlagen mit kleinen Ponys und Ziegen, übrigens alle artgerecht gehalten, wie Gerhard Sperlich extra bemerkte. Wer in das Rund der Arena blickte, konnte viele kleine Knirpse sehen, die für zwei Stunden in eine Traumwelt eintauchen durften und beim Ausmarsch, auch an Mamas oder Papas Hand, ganz aufgeregt vom Erlebten erzählten.