Fürsprecher der Bürger gefordert Wählergemeinschaft Twist stellt Ideen vor

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Die Kandidaten der Wählergemeinschaft Twist, von links: Jürgen Bloem, Bernd Kötting, Heidrun Schulz, Helmut Leisdon, Karl Piolka, Agnes Joostberends, Martin Beerling, Heinz Pieper. Foto: WGTDie Kandidaten der Wählergemeinschaft Twist, von links: Jürgen Bloem, Bernd Kötting, Heidrun Schulz, Helmut Leisdon, Karl Piolka, Agnes Joostberends, Martin Beerling, Heinz Pieper. Foto: WGT

Twist. Für Verkehrssicherheit in Wohnsiedlungen und Dorfzentren sowie ein schöneres Ortsbild will sich die Wählergemeinschaft Twist (WGT) in der kommenden Wahlperiode des Gemeinderats einsetzen. Außerdem wünscht sie sich ein unabhängiges Gremium, das Bürgern bei Behördenangelegenheiten zu Seite steht.

Der Fraktionsvorsitzende Jürgen Bloem sagt, dass die schwierige Haushaltslage der Gemeinde zwar keine großen Vorhaben zulässt, die Wählergemeinschaft aber mit „kleinen feinen Projekten“ die Lebensqualität in der Gemeinde verbessern will. In allen Ortsteilen sei sichtbar geworden, dass der Bauhof der Gemeinde trotz großen Einsatzes bei der Instandhaltung der Straßen und Wege sowie der Pflege der Grünanlagen an Grenzen stößt. Die WGT schlägt vor, Aufträge aus diesem Bereich an Firmen zu vergeben, um die Ortschaften attraktiver zu machen.

Die WGT spricht sich für eine Ausweitung der Tempo-30-Bereiche in Ortszentren und Wohngebieten aus, besonders vor Kindergärten, Schulen und den Gemeindezentren bei den Kirchen. Diese sollten auch baulich so gestaltet sein, dass die Autofahrer sie leicht als verkehrsberuhigt erkennen, erklärt dazu Karl Piolka. Besonders Kinder und Senioren seien an vielen Stellen gefährdet. Als Beispiel nennt er Teile von Rühlerfeld, aber auch den Schwarzen Weg und Auf dem Bült im Ortsteil Twist-Bült. Obwohl es ja die Landesstraßen gibt, die um die beiden Ortsbereiche herum führen, gebe es immer noch viel Durchgangsverkehr, der auf diesen beiden Straßen durch das Zentrum von Twist-Bült fließt. Eine Tempominderung würde die Eiligen unter den Autofahrern auf die geeigneten Straßen führen und mehr Sicherheit für Fußgänger und Radfahrer bringen.

Die Gemeinde ist dabei, Bushaltestellen barrierefrei auszubauen. Die WGT schlägt vor, Haltestellen nach Art der in den Niederlanden gebräuchlichen Busschleusen zu gestalten. Das bedeutet, dass der Bus an der Haltestelle auf der Fahrbahn stehen bleibt, der nachfolgende Verkehr muss bis zur Weiterfahrt warten. Ratsmitglied Bernd Kötting sagt dazu, dass dies die Platzprobleme löst, die es an einigen Standorten für normale Haltestellen gibt. Auf innerörtlichen Straßen sei den Autofahrern durchaus ein kurzer Halt zuzumuten.

Als eine große Aufgabe sieht die WGT die Umsetzung des Feuerwehrbedarfsplans. Die Frage, ob es eine Sanierung oder einen Neubau des Feuerwehrhauses in Schöninghsdorf geben muss, sollte schnell beantwortet werden, meint Bloem.

Ein besonderes Anliegen der WGT ist es, ein unabhängiges Gremium zu schaffen, dass den Bürgern bei Behördenangelegenheiten zur Seite steht. Es gebe viel Unkenntnis über Zuständigkeiten und Verfahrensweisen von staatlichen Verwaltungen, weiss Bloem. Das führe nicht selten zu Konflikten. Die mögliche Vorgehensweise erläutert Karl Piolka. Bei einem vertraulichen Erstgespräch sollen Bürger ihr Problem beschreiben. Das Gremium berät dann über eine Vorgehensweise und macht dem Bürger in einem weiteren Gespräch Vorschläge. Im weiteren Verlauf sollen die Betroffenen dann im Umgang mit Behörden begleitet werden. Es soll keine rechtliche Beratung stattfinden, Hauptanliegen sei es, Ängste zu nehmen und Betroffenen den Rücken zu stärken.


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