Bewohner freuen sich auf Kegelnachmittage Mobile Kegelbahn im Twister Seniorenwohnheim


Twist. Natürlich haben sie verschiedene Beschäftigungsangebote, natürlich auch Abwechslung, aber über die neue mobile Kegelbahn freuten sich die Bewohner des Seniorenwohnheims Pflege Wohnen Auf dem Bült in Twist ganz besonders.

13 Jahre lang war Altje Moes aktive Keglerin, verbrachte viele Abende mit dieser Sportart. Als die mobile Kegelbahn an diesem Nachmittag in den Eingangsbereich des Wohnheims geschoben wird, fängt sie an zu grinsen. Als eine der ersten greift sie zur Kugel, wirft ein paar Mal und dreht dann ihren Rollator um, sodass sie mit dem Rücken zur Kegelbahn steht. „Das will ich jetzt mal ausprobieren“, murmelt die 80-Jährige und haut wenige Sekunden später sechs Kegel um. Zwei Pokale hat sie in ihrem Zimmer stehen, scheinbar zu Recht.

Im Sitzen Bälle werfen

Ihre Mitbewohnerin, Hinrika Pott, konnte bisher nicht mehr kegeln gehen, weil ihr das Beugen schwerfällt. „Jetzt kann ich im Sitzen die Bälle werfen, das ist super“, sagt sie freudig und Leiterin Johanna Grommel fügt hinzu: „Theoretisch können die Bewohner sogar aus dem Bett heraus spielen, die Bahn lässt sich überall hinfahren und ganz schnell aufbauen.“ 1,80 lang, 80 cm hoch und ein Holzkasten, in dem die neun Kegel und diverse Bälle lagern - das sind die Maße der neuern Errungenschaft.

Spaß haben

Die Idee, eine mobile Kegelbahn anzuschaffen, hatte Pflegedienstleiter Bernd Tengen. Bei seiner früheren Arbeitsstätte verbrachten die älteren Herrschaften Stunde um Stunde mit der Präzisionssportart. „Sie denken an früher, erinnern sich an die alte Zeit, kommen ins Gespräch und haben einfach Spaß und das wollen wir unseren Bewohnern auch ermöglichen“, berichtet er. Nach vielen Überlegungen und Gesprächen seien sich alle einig gewesen: So eine Bahn brauchen wir auch. Und dank der Tischlerei Kuhl aus Meppen, die der Einrichtung den Arbeitslohn schenkte, wurde ihr Wunsch bald zur Wirklichkeit. Den Rest des Geldes erwirtschafteten sie bei einem Basar.

Motorik wird gefordert

Der Plan sei, zusammen mit Alltagsbegleiterin Andrea Siemers-Rakers, mit den Bewohnern Kegelnachmittage zu veranstalten. Dabei stehe nicht nur die Geselligkeit im Vordergrund - einen wichtigen gesundheitlichen Aspekt möchte Johanna Grommel nicht unter den Tisch fallen lassen. „Die Motorik und das Gedächtnis werden gefordert und natürlich das Sozialverhalten. Es ist schön, dass wir so viel Glück hatten und innerhalb von vier Wochen die Bahn bekommen haben. Danke.“


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