Kontrollverein zieht Bilanz Beste Milcherzeuger in Wilsum ausgezeichnet

Von Maria Grönheim

Das Bild zeigt die Preisträger mit der effektivsten Herdenleistung, (v.l.) Helmut Töller, Derk Everink und Hendrik Veltmann, sowie Clemens Bollmer, der für 25-jährige Tätigkeit als Leistungsprüfer von Johann Bartels, Gerrit Nykamp und Albert Jan Alferink ausgezeichnet wurde. Foto: Johanna GrönlohDas Bild zeigt die Preisträger mit der effektivsten Herdenleistung, (v.l.) Helmut Töller, Derk Everink und Hendrik Veltmann, sowie Clemens Bollmer, der für 25-jährige Tätigkeit als Leistungsprüfer von Johann Bartels, Gerrit Nykamp und Albert Jan Alferink ausgezeichnet wurde. Foto: Johanna Grönloh

Wilsum. Bei der Jahreshauptversammlung des Milchkontrollvereins Hoogstede-Uelsen-Twist bei Ridder in Wilsum hat der Vorsitzende Albert Jan Alferink unter anderem die besten Milcherzeuger ausgezeichnet.

111 Mitgliedsbetriebe zählte der Verein im vergangenen Milchkontrolljahr, die in ihren Ställen insgesamt 7991 Kühe halten. Das sind 158 Kühe mehr als noch im Jahr davor. Mit einer Durchschnittsleistung von 9290 Kilogramm Milch und 316 Eiweißkilogramm belegt der Milchkontrollverein Hoogstede-Uelsen-Twist Platz 20 in der Region Emsland / Südoldenburg.

Für die effektivste Leistung im Milchkontrollverein wurden sechs Milcherzeuger geehrt, die neben hervorragender Milchqualität auch über dem Durchschnitt des Kontrollvereins liegen. Hendrik Veltmann aus Getelo sicherte sich den ersten Platz und bekam traditionell den Wanderpokal überreicht. Ebenfalls ausgezeichnet wurden Jan Lukas Lamann aus Gölenkamp, Jan und Derk Everink aus Uelsen, Helmut Töller und Jan Harms-Ensink (beide Hoogstede) sowie Andreas Brüggemann aus Neuenhaus.

Durchschnittlich 69 Kühe

Oberleistungsprüfer Gerrit Nykamp stellte die Ergebnisse der Milchleistungsprüfung im Einzelnen vor: Durchschnittlich halten die Milcherzeuger im Vereinsgebiet 69,3 Kühe in ihren Ställen, wodurch es keine Veränderung zum Vorjahr gibt. Jedoch hat die Zahl der Mitgliedsbetriebe um zwei Betriebe abgenommen.

Die höchste Herdendurchschnittsleistung erzielte Hendrik Veltmann aus Getelo mit einer Leistung von durchschnittlich 12.060 Kilo Milch mit 3,94 Prozent Fett und 3,36 Prozent Eiweiß. Mit durchschnittlich 457 Eiweißkilogramm liegt der Betrieb Veltmann in der Gruppe 40 bis 60 Kühe im Weser-Ems-Gebiet auf dem siebten Platz. Auf dem zweiten Platz im Vereinsgebiet liegt die Scholten-Meilink GbR aus Kalle. Dort gaben die Kühe durchschnittlich 10.804 Kilo Milch (3,87 / 3,41) und 368 Eiweißkilo. Mit dieser Leistung liegt die Scholten-Meilink GbR auf Platz 43 aller Betriebe in Weser-Ems mit einer Herdengröße von 100 bis 150 Kühen. Mit einer Herdendurchschnittsleistung von 10.418 kg (4,19 / 3,50) und 365 Eiweißkilo belegt die Hinderink GbR aus Uelsen Platz drei.

Kuh „Gundi“ mit Bestleistung

Die beste Kuh im Kontrollgebiet ist die „Gundi“ aus dem Bestand der Kamerhuis GbR aus Getelo. Sie gab in ihrer vierten Laktation 16.641 Kilo Milch mit 3,88 Prozent Fett und 3,18 Prozent Eiweiß und 530 Eiweißkilo. Die zweitbeste Kuh „Erle“ im Vereinsgebiet steht im Stall von Henning Lucas aus Uelsen. Sie gab in ihrer zweiten Laktation 14.884 Kilo Milch (3,69 / 3,54) mit 527 Kilo Eiweiß.

Und auch die drittplatzierte Kuh stammt aus dem Betrieb Lucas. Die Besonderheit ist, dass es sich bei diesem Tier um eine Färse handelt.

Wahlen und Ehrungen

Bei den Wahlen zum Vorstand wurden Josef Nordbeck aus Twist und Jan Jüngerink aus Hilten in ihren Ämtern bestätigt. Clemens Bollmer aus Twist wurde für seine 25-jährige Tätigkeit als Milchleistungsprüfer geehrt und bekam eine Ehrenurkunde vom Landeskontrollverband Weser Ems überreicht.

Johann Bartels vom Landeskontrollverband stellte die neuen Kennzahlen in der Milchleistungsprüfung vor. Sie werden in jedem Monatsbericht ausgewiesen und zeigen dem Landwirt auf einen Blick, wann zum Beispiel die Infektionsrate für Euterkrankheiten in seinem Betrieb besonders hoch liegt. Er stellte auch das Projekt GKUH vor, das seit dem vorigen Jahr für alle Milchviehbetriebe offen ist. Anhand eines Gesundheitsmonitorings beobachten die Milchviehhalter ihre Tiere noch intensiver und können die Gesundheitslage ihrer Herde fundierter beurteilen und verbessern.


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