Im Einsatz mit Schutzanzügen Feuerwehren in Twist und Haren proben den Härtefall

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ac Twist. 40 Einsatzkräfte der Feuerwehren Schöninghsdorf, Twist, Haren und Rütenbrock haben am Samstag an einer großen Einsatzübung auf der Heinrich-Krüssel-Straße, direkt an der B402, teilgenommen. Julian Borgmann von der Ortsfeuerwehr Schöninghsdorf organisierte die Übung der Gefahrguttruppe.

Das gestellte Szenario: Ein mit Gefahrstoffen beladener Lkw muss eine Notbremsung einlegen und auf dem Auflieger tritt kurz darauf ein unbekannter Stoff aus. Der Fahrer ist unverletzt, trotzdem muss schnell gehandelt werden. Um 8.30 Uhr wird der Notruf abgesetzt und die organisierende Ortsfeuerwehr setzt die GAMS-Regel um. Heißt: Gefahr erkennen, Absperren, Menschenrettung durchführen, Spezialkräfte alarmieren.

„Bei einem Gefahrguteinsatz im Bereich Haren und Twist werden immer nur Teile der vier Ortsfeuerwehren angefordert, somit sollen auch nur die dafür ausgebildeten Kräfte mit den jeweiligen Fahrzeugen zum Einsatzort fahren“, erklärte Einsatzleiter Borgmann das Vorgehen.

Wie im Star-Wars-Film

Danach erfolgte die Einteilung der einzelnen Feuerwehren. Es musste koordiniert werden, wer wo steht und welche Aufgaben die jeweiligen Gruppen übernehmen. Die Ortsfeuerwehr Twist übernahm die Dokumentation und Atemschutzüberwachung, Haren die Bereitstellung, Rütenbrock die Dekontamination. Einzelne sogenannte CSA-Träger wurden aus den Gruppen ausgelöst. CSA heißt Chemikalienschutzanzug, und bei knapp 25 Grad fühlte man sich bei den lauten Atemgeräuschen ein bisschen wie in einem Star-Wars-Film.

Die Männer in den Schutzanzügen mussten die simulierten Gefahrstoffe sichern und verpacken: Batterien, ölverunreinigter Boden und Lauge. Lauge wurde in Form von Wasser dargestellt, Steine in Kartons sollten Batterien simulieren und alter Dünger den ölverunreinigten Boden. „Ich möchte mich noch bei Heinz Wester für die kostenlosen Düngemittel bedanken“, betonte der Einsatzleiter. Den Lastwagen stellte die Neuenhauser Maschinenbau GmbH zur Verfügung und die Mülldeponie Wesuwe die Beladungsgegenstände des Lkw sowie deren Kennzeichnung. „Auch hierfür ein herzliches Dankeschön“, sagte Borgmann.

Verpflegt wurden die Männer und Frauen übrigens von Heinz und Sabine Borgmann, die Eltern des Einsatzleiters. „Wir haben belegte Brötchen gemacht, Kaffee und kalte Getränke bereitgestellt. Sie sollen sich hier schließlich alle auch gut fühlen“, so Sabine Borgmann. Die Kosten übernahm die Gemeinde Twist.

Zum Schluss richteten Gemeindebrandmeister Andreas Gödeker und der stellvertretende Brandabschnittsleiter Mario Lütkeniehoff ihr Wort an die Freiwilligen. Alle seien sehr motiviert gewesen und somit sei die Übung super abgelaufen. Gödeker: „Danke, für eure Hilfe.“


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