Straßenausbau sorgt für Zündstoff CDU-Twist will Attraktivität des Ortes steigern

Von Heiner Harnack

Die Zuhörer konnten an verschiedenen Tafeln die für sie wichtigen Punkte zur Attraktivitätssteigerung des Ortes benoten. Foto: Heiner HarnackDie Zuhörer konnten an verschiedenen Tafeln die für sie wichtigen Punkte zur Attraktivitätssteigerung des Ortes benoten. Foto: Heiner Harnack

Twist. Unter dem Motto „Wie machen wir unser Dorf attraktiver?“ sollten bei einer Bürgerversammlung des CDU-Gemeindeverbands Twist Themen wie Erscheinung des Ortsbildes, Familie und Kinder oder Infrastruktur diskutiert werden. Besonders kontrovers ging es beim Punkt Straßenausbau Am Kanal West zu.

Die beiden Moderatoren der Versammlung, Anette von Zoest und Heiner Reinert, konnten lediglich knapp 20 Gäste in der Gaststätte „Twister Quelle“ begrüßen, was mit Enttäuschung bei den CDU-Verantwortlichen aufgenommen wurde, da wichtige Punkte für die Zukunft des Ortes dargestellt und diskutiert werden sollten.

Besonders wichtig waren den Teilnehmern die Sicherheit von Ein- und Ausstieg für Schüler an Bushaltestellen, das Erscheinungsbild des Ortsmittelpunkts oder die öffentliche Sauberkeit. Kritisiert wurde von einem Gast die Organisation von verschiedenen öffentlichen Baumaßnahmen in Twist. Seien gerade die Gehwegplatten nach einer Maßnahme neu verlegt, würde kurze Zeit später alles für ein anderes Bauvorhaben wieder herausgerissen. Aus dem Publikum kam auch die Forderung, in Zukunft bei der Verlegung von Gehwegplatten mehr auf ältere Mitbürger zu achten, die auf einen Rollator angewiesen seien.

Mehrgenerationenhaus

Ein weiterer Punkt war ein Jugendtreff, da viele junge Menschen einen Anlaufpunkt bräuchten. Das Mehrgenerationenhaus wurde von den Anwesenden ebenso auf die Prioritätenliste gesetzt wie das Thema der Steigerung des Beteiligungspotenzials der Bürger. Anette von Zoest erwähnte, dass rund 450 Flyer im Ort verteilt worden seien. „Dazu haben wir eine Anzeige im Twister Blättchen geschaltet und auch über Facebook für diese Veranstaltung geworben“, so die Vorsitzende weiter.

Heiner Reinert machte den Vorschlag, dass man für Twist-Siedlung noch ein besseres Ortsteilbewusstsein aufbauen müsse, was in anderen Twister Ortsteilen eventuell schon besser vorhanden sei.

Eine Erklärung, warum sich auf der CDU-Veranstaltung so wenig Besucher einfanden, sei das Gerücht, dass auf der Veranstaltung das Thema Am Kanal West nicht behandelt werden sollte. Dieses wurde von Anette von Zoest und Heiner Reinert jedoch bestritten. „Wir haben als CDU-Bürger eingeladen und jeder hätte kommen und uns Fragen stellen können“, so Zoest.

Rechtsbeistand

Besonders kritisierte ein Gast, dass bei erneut entstehenden Schäden an der Straße durch Baufahrzeuge die Beweislast bei den Anliegern läge und diese schlimmstenfalls erneut zahlen müssten. Das könne man so nicht im Raum stehen lassen. Der anwesende Bürgermeister Ernst Schmitz sagte dazu, dass der Ausschuss für Gemeindeentwicklung und Feuerschutz sich mit dem Thema befasst habe und die Anlieger ihre Interessen auch hätten vorbringen können. „Ich hatte den Eindruck, dass sie froh waren, dass sie mal ihre Anliegen richtig loswerden konnten“, so Schmitz.

Die Anlieger hätten auch mitgeteilt, dass man sich einen Rechtsbeistand genommen habe, aber es gebe, so der Bürgermeister weiter, keinen Klagegrund, da es noch keinen Beschluss gebe und die Straße nicht ausgebaut sei. Jetzt müssten sich die Fraktionen und die Verwaltung nochmals damit befassen.


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