Land baut an der Landesstraße 46 Neuer Radweg zwischen Twist-Neuringe und Ringe

Bauarbeiten an der Landesstraße 46 in Twist-Neuringe. Der Radweg rechts soll in den Nachbarort Ringe verlängert werden. Foto: Manfred FickersBauarbeiten an der Landesstraße 46 in Twist-Neuringe. Der Radweg rechts soll in den Nachbarort Ringe verlängert werden. Foto: Manfred Fickers

Twist. Entlang der Landesstraße 46 zwischen Twist-Neuringe und Ringe will das Land Niedersachsen einen Radweg bauen lassen. Es ist eines von 19 Projekten, die Verkehrsminister Olaf Lies in Hannover vorgestellt hat.

Bislang endet der Radweg an der Schulbushaltestelle am Ortsrand von Neuringe. Hier wird zurzeit die Fahrbahn der Ortsdurchfahrt der L 46 saniert. Vom Ortsrand bis ins benachbarte Ringe fehlen im Landkreis Grafschaft Bentheim sieben Kilometer Radweg. Die Baukosten kalkuliert das Ministerium auf 1688000 Euro. Der Mooruntergrund, der gegen tragfähigen Boden ausgetauscht werden muss, macht den Bau hier teuer.

Mehr als 30 Jahre lang war die Straße in einem so schlechten Zustand , dass sie für den Lkw-Verkehr gesperrt ist, der über Kreisstraßen in den Landkreisen Emsland und Grafschaft Bentheim umgeleitet wird. 2010 hatte die SPD diese Strecke zur schlechtesten Landesstraße in Niedersachsen ernannt. 2012 konnte der damalige Verkehrsminister Jörg Bode (FDP) das Teilstück zwischen Ringe und Neuringe nach der Instandsetzung freigeben. Damals wurde die Frage nach einem Radwegebau gestellt, weil nach der Reparatur dieser Strecke die Fahrzeuge mit höheren Geschwindigkeiten fahren konnten. Denn die Strecke ist als Verbindung von Neuringe zu den Nachbardörfern Neugnadenfeld und Ringe wichtig, ebenso im touristischen Radwegenetz zwischen dem Emsland und der Grafschaft. Im Sommer sollen die Bauarbeiten beginnen.

Das niedersächsische Radwegenetz an Landstraßen wird 2015 um weitere 50 Kilometer ausgebaut. Dafür stellt das Land für 2015 fünf Millionen Euro bereit. 2016 sollen für diese Projekte weitere 4,4 Millionen aus Landesmitteln fließen. Durch die finanzielle Beteiligung der Landkreise und Kommunen beträgt das Gesamtinvestitionsvolumen der 19 Projekte 11,4 Millionen Euro.

Verkehrsminister Olaf Lies sagte bei der Vorstellung des Radwegeprogramms in Hannover: „Ich freue mich, dass es uns auch in diesem Jahr wieder gelungen ist, den Radwegeausbau entlang der Landesstraßen voranzutreiben. In den letzten Jahren hat die Bedeutung des Radverkehrs für den Alltagsverkehr und den touristisch geprägten Freizeitverkehr stark zugenommen. Aus diesem Grund haben wir ein großes Interesse daran, das Radwegenetz im Land auszubauen. Das Land investiert gerne in eine fahrradfreundliche Zukunft.“

Bei der Auswahl der Radwege wurde mit den Landkreisen zusammengearbeitet. Kriterien sind das Radfahrerpotenzial, Schulwegsicherung sowie Tourismus, Machbarkeit und Kostenrelevanz. Aus diesem ‚vordringlichen Bedarf‘ sind die 19 Planungen für Radwege soweit vorangeschritten, dass der Bau in diesem Jahr beginnen kann.

Alle Vorhaben sind im Radwegekonzept des Landes enthalten. Dieses dient als Steuerungsinstrument und wurde bei der letzten Fortschreibung 2012 zusammen mit den Landkreisen entwickelt. Derzeit verfügt mehr als die Hälfte der 8000 Kilometer Landesstraßen über Radwege.


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