„Wir sind als EVB gut unterwegs“ Emsländische Volksbank tagt im Geschäftsgebiet Twist

Von Helmut Diers

EVB-Filialleiter Willi Mittendorf informierte die Mitglieder des Geschäftsbereichs Haren-Emmeln über die Entwicklung der Genossenschaftsbank im Geschäftsbereich Twist und Schöninghsdorf. Foto: DiersEVB-Filialleiter Willi Mittendorf informierte die Mitglieder des Geschäftsbereichs Haren-Emmeln über die Entwicklung der Genossenschaftsbank im Geschäftsbereich Twist und Schöninghsdorf. Foto: Diers

Twist. Für die Emsländische Volksbank (EVB) ist die Kundenzufriedenheit ein hohes Gut. In der Mitgliederversammlung des Einzugsbereichs der Filiale Twist mit einer Geschäftsstelle in Schöninghsdorf verwies EVB-Vorstandsvorsitzender Frank Thiel mit Genugtuung und Stolz auf die herausragende Kundenzufriedenheit in seinem Hause.

Die Zufriedenheit der Mitglieder und Kunden genieße neben den betriebswirtschaftlichen Zielen des Geldinstituts höchste Aufmerksamkeit. „Beispielsweise beurteilen unsere Kunden uns in den Kategorien ,vertrauenswürdig‘, ,Engagement für Kunden‘ und ,modern‘ besser als viele andere Genossenschaftsbanken und Mitbewerber“, so Thiel. Lediglich ein Prozent der Befragten habe sich negativ geäußert.

„Wir sind als EVB gut unterwegs“, freute sich der Bankvorstand bei der sehr gut besuchten Versammlung im Landgasthof Backers im Ortsteil Bült. Nach einer informativen „virtuellen Rundreise durch alle Ortsteile“ mit Bürgermeister Ernst Schmitz informierte Thiel über die Geschäftsentwicklung der EVB , über die Bilanzen und Kundeneinlagen sowie das Betriebsergebnis.

Die EVB konnte 2014 erneut ihre Mitgliederzahl steigern und zählt heute rund 21900 Genossen, 200 mehr als Ende 2013. „Wir verfügen also über eine sehr starke Basis“, sagte der Vorstandsvorsitzende und versprach der Versammlung, auch weiterhin alles zu tun, was die Basis noch stärker mache.

Zum Thema Bankenregulierung auf europäischer Ebene forderte Thiel von der Bundesregierung ein klares Bekenntnis zum Koalitionsvertrag, in dem den deutschen Genossenschaftsbanken die Beibehaltung ihrer jetzigen Position zugesichert werde: „Die Regierung hat versichert, dass unsere Sicherungseinrichtungen nicht für Banken in Krisenstaaten herhalten müssen, denn die Genossenschaftsbanken haben die Finanzmarktkrise nicht verursacht und sie haben auch als einzige Bankengruppe Deutschlands die Hilfe des Steuerzahlers nicht in Anspruch nehmen müssen.“

Man sei eine „Bank der Region“, hieß es weiter von Thiel, der das an der finanziellen Unterstützung der hiesigen Vereine und Organisationen verdeutlichte. „Damit steigern wir auch die Lebensqualität in unserer Region.“ Beispielhaft nannte er die Dankernfahrt, an der über 800 Kinder aus dem Geschäftsgebiet teilgenommen hätten.

Rekordniveau gehalten

Natürlich durften Zahlen in den Ausführungen des Bankvorstands nicht fehlen. Aktuell liege die Bilanzsumme der EVB wieder über 1,2 Milliarden Euro. „Damit kann das Rekordniveau von 2012 auch 2014 gehalten werden. Der minimale Rückgang 2013 wurde wieder aufgeholt“, sagte Thiel und merkte an, dass „die Zeiten des stürmischen Wachstums“ aber vorbei seien.

Die Kundeneinlagen hätten Ende August bereits bei 742 Millionen Euro gelegen. Das sei ein hohes Niveau. Das Betriebsergebnis betrage hochgerechnet auf das Jahresende 14,17 Millionen Euro und falle damit nur geringfügig niedriger aus als 2013. „Wir haben eine günstige Kostenstruktur“, erläuterte der Vorstandschef und verwies auf einen Grund für das gute Ergebnis, da schon sehr lange die Ertragslage durch die niedrigen Zinsen beeinflusst werde. „Wir haben das Kreditgeschäft dank der gestiegenen Konsumkredite und privaten Baufinanzierungen auf sehr hohem Niveau halten können.“

Filialleiter Willi Mittendorf trug die Zahlen seines Geschäftsbereichs vor. Zurzeit zähle man 6055 Bankkunden und 2126 Genossenschaftsmitglieder. Die Kundeneinlagen des Filialbereichs liegen bei 54,9 Million Euro.

Als Gastreferent der Versammlung klärte Heinz-Dieter Hampe die Bankmitglieder über Möglichkeiten der zusätzlichen, finanziellen Altersvorsorge auf.