Gemälde zeigen Lebensfreude Kunstausstellung im Erdöl- und Erdgasmuseum Twist

Von Heinz-Gerd Stahl

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Das Foto zeigt Ute Berardinelli im Gespräch mit Georg Aehling. Foto Heinz-Gerd StahlDas Foto zeigt Ute Berardinelli im Gespräch mit Georg Aehling. Foto Heinz-Gerd Stahl

Twist. Das Kunst und Technik durchaus zusammen passen, zeigt eine Ausstellung im Erdöl- und Erdgas Museum Twist. Dort sind derzeit unter dem Motto „Meister/Schülerin“ Arbeiten von Beringer Altmann und Uta Berardinelli zu sehen.

In seiner Begrüßung verwies Museumsleiter Rudi Gaidosch auf die Besonderheit dieser Ausstellung. Die aus Twist stammende Ute Berardinelli sei eine Schülerin des im Dezember 2010 verstorbenen Beringer Altmann gewesen und von diesem angeleitet und später auch dazu gedrängt worden, einen eigenen Stil zu entwickeln. Die Ausstellung ist initiiert vom Kurt Strube. Musikalisch umrahmt wurde die Ausstellungseröffnung von dem Duo Karin Musmann und Ralf Jost-Westendorf.

In ihren Grußworten verwiesen sowohl die Ratsvorsitzende der Gemeinde Twist, Anette von Zoest wie auch Heiner Reinert, als Vertreter des Landkreises Emsland auf die vielfältigen Kulturangebote mit all ihren Facetten in der Region hin. So seien diesbezügliche Angebote im Erdöl- und Erdgasmuseum Twist immer sehr gut angenommen worden.

In seiner Einführung in die Ausstellung ging Kurator Georg Aehling auf das Wirken der beiden Künstler ein. Beringer Altmann gehöre zu den zu den bedeutendsten Malern des Emslandes. Die ausgewählten Gemälde und Skulpturen, ergänzt durch die Arbeiten von Ute Berardinelli, veranschaulichten beispielhaft die Arbeit beider Künstler aus den jeweils letzten 15 Jahren. Altmann habe für sich eine expressive Art der Darstellung entwickelt. Seine Themen bewegen sich von der Porträt- und Landschaftsmalerei bis hin zu den beinahe ausschließlichem Thema: Den Bildern von Menschen, „wobei er den Menschen vornehmlich als isoliertes Einzelwesen sieht und darstellt.“

Zusammen mit Altmann habe Berardinelli die Techniken der expressiven Malerei erschlossen. Altmann habe seiner Schülerin empfohlen, mutiger mit verschiedenen Techniken zu experimentieren. „Du musst nun selber entscheiden, wann ein Bild fertig ist.“

Wenn in den Bildern von Altmann Menschen in Gruppen erscheinen, sind sie oft betont als Einzelwesen dargestellt, als ob sie sich des Mitmenschen, der Geselligkeit das anderen gar nicht bewusst sind. Nüchtern wird die Einsamkeit des Menschen festgestellt. Zum Teil wirkt das Alleinsein wie ein Ausgestoßensein aus dem äußeren Leben in das eigenen Leben und Wesen hinein.

Gerade die jüngeren Arbeiten von Berardinelli wird dagegen eine Verbindung von Tanz und Malerei hervorgehoben. Sie drücken Lebensfreude und Bewegung, Gemeinschaft und Harmonie aus. Das die Künstlerin als Tanzpädagogin auch Ballettunterricht erteilt, spiegelt sich dabei in ihren Bildern wieder. Sie lassen oft Umrisse Tanzender erahnen. Doch, obwohl ihre Werke viel Bewegung darstellen und auch ausstrahlen, wirken sie dennoch niemals unruhig. Vielmehr stellen sie eine farblich-technisch harmonisierende Komposition dar.

Initiator Strube dankte allen an der Vorbereitung und Durchführung der Ausstellung Beteiligten. Die Ausstellung ist noch bis zum 28. Februar 2015 zu sehen.


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