Investor plant Pflegeeinrichtung Twist: Anlage schafft 30 neue Arbeitsplätze

Von Georg Hiemann

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Unterstützung für alte Menschen soll mit zwei Projekten in der Gemeinde Twist geschaffen werden. Archivfoto: Tim GallandiUnterstützung für alte Menschen soll mit zwei Projekten in der Gemeinde Twist geschaffen werden. Archivfoto: Tim Gallandi

Twist. Ein Investor plant in der Gemeinde Twist die Errichtung einer Pflegeeinrichtung sowie einer Seniorenwohnanlage. Geplante Gesamtinvestition zehn Millionen Euro. Mit der Umsetzung ist auch die Schaffung von 30 Arbeitsplätzen verbunden.

„Mit der Errichtung einer Seniorenwohnanlage kann aus Sicht der Verwaltung ein attraktives Wohnangebot für ältere Mitbürger geschaffen werden, die jetzt öfters im Alter in andere Kommunen umziehen müssen“, so Bürgermeister Ernst Schmitz. Die Errichtung einer Pflegeeinrichtung plant die LaVida Projekt GmbH auf dem noch gemeindeeigenen Grundstück „Auf dem Bült 31“. Mehrfach hat sich der Rat mit dieser Thematik befasst und im Vorfeld ein Objekt der LaVida Projekt GmbH besichtigt. „Der Bedarf ist da“, so Schmitz. Auf einem Grundstück zwischen Schwarzer Weg und Lerchenweg plant der Investor auf einem 4473 Quadratmeter großen Grundstück eine Seniorenwohnanlage in zweigeschossiger Bauweise mit 24 Wohnungen. Dazu soll ein großzügiger Gemeinschaftsraum errichtet werden. Alle Wohnungen werden barrierefrei errichtet und sind mit einem Fahrstuhl erreichbar. Ein ambulanter Pflegedienst soll gewährleisten, dass per Hausnotrufsystem immer sofort Hilfe angefordert werden kann. Außerdem plant die LaVida Projekt GmbH auf dem Grundstück im Bereich des Schwarzen Weges die Errichtung eines weiteren Gebäudes. „Hier soll versucht werden, Dienstleister wie Ärzte oder eine Physiotherapie anzusiedeln.Die Firma verspreche sich durch die Nähe beider Anlagen, Pflegeheim und Seniorenwohnanlage, Synergieeffekte bei der Mitnutzung der Küche der Pflegeeinrichtung oder auch bei Gemeinschafsveranstaltungen. „Ein solches Angebot ist zurzeit nur eingeschränkt in der Gemeinde vorhanden“, erläuterte Schmitz.

Einstimmig und ohne Diskussion sprach sich der Rat für den Aufstellungsbeschluss zur 4. Änderung des Bebauungsplanes „Am Birkhahngrund“ aus. Außerdem beauftragte der Rat die Verwaltung, den Kaufvertrag für das Grundstück „Am Bült 31“ vorbehaltlich des Abschlusses eines städtebaulichen Vertrages zur Beplanung des Grundstückes zwischen Schwarzer Weg und Lerchenweg abzuschließen.

Ausführlich berichtete die Geschäftsführerin des Naturparks Bourtanger-Moor/Bargerveen, Petra Rosenbach, über die bisher realisierten Projekte in der Gemeinde Twist. „Die Entscheidung der Gemeinde, beim Naturpark mitzumachen, war die richtige Wahl.“ Rosenbach dankte Rat und Verwaltung für die gute Kooperation. Für die neue EU-Förderperiode gebe es aber strengere Kriterien und weniger Zuschüsse. Daher empfahl sie, in Zusammenarbeit mit dem Geopark Hondsrug , dem Naturpark Bourtanger-Moor/Bargerveen und dem Naturpark Hümmling zu überlegen, welche Projekte gemeinsam ab 2015 realisiert werden könnten. „Die erste Förderperiode war ein Erfolg, wir gehen jetzt mit Mut und Elan die nächste an.“ Bisher wurden in diesem Zusammenhang in der Gemeinde Twist 1,2 Millionen Euro Fördermittel investiert, 60 Prozent Anteil der Kosten. Dazu komme noch der Eigenanteil von 40 Prozent durch die Gemeinde.

Einstimmig genehmigte der Rat die Annahme einer Vogelnestschaukel für die Franziskusschule Schöninghsdorf im Wert von 2258,62 Euro als Sachspende des dortigen Fördervereins. Ebenso einstimmig die Spende des Fördervereins der Marienschule in Höhe von 5790,90 Euro für Anschaffung eines Zweifach-Recks und eines Spielturmes. Heinz Greve, allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters: „Wir freuen uns, wenn unsere Schulhöfe neue Spielgeräte erhalten.“ Die Gemeinde hat zwei Kredite in Höhe von 72000 Euro und 31000 Euro bei der KfW aus dem Programm Kita-Ausbau aufgenommen, die zur Schaffung oder Sicherung von Betreuungsplätzen dienen. Der Rat nahm dies zur Kenntnis.

Innerhalb des Satzungsgebietes zwischen dem Sondergebiet für großflächigen Einzelhandel (LIDL) und dem Betrieb Dues soll Baurecht für Wohn- und deren Nebengebäude geschaffen werden. Der Rat stimmte dem Satzungsbeschluss zu. „Dies entspricht unserer Absicht, Baulücken zu schließen“, begründete Uwe Weßling die Zustimmung der CDU-Fraktion.

Der Beschluss über die 2. Änderung der Gefahrenabwehrordnung zum Schutz der öffentlichen Sicherheit wurde auf Antrag von Heinrich Janning in die Fraktionen zur erneuten Beratung zurückverwiesen. Es geht hierbei um besseren Schutz vor Vandalismus im Bereich zwischen Hallenbad und Heimathaus. Ohne Diskussion sprach sich der Rat für die Errichtung von Tempo-30-Zonen in der Reithorn-Siedlung, im Bereich Alter Postweg, Fuchsienweg, Geranienweg aus sowie für die Errichtung von Barrieren zur Geschwindigkeitsreduzierung auf der Zollstraße.


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