Nie den Mut verloren 100 Jahre Frauengemeinschaft kfd in Twist

Von Gerd Mecklenborg

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Die Ehrengäste und der Vorstand der kfd St. Georg/St. Marien bedankten sich bei den Geehrten, „stellvertretend für alle Frauen in unserer Gemeinschaft“. Foto: Gerd MecklenborgDie Ehrengäste und der Vorstand der kfd St. Georg/St. Marien bedankten sich bei den Geehrten, „stellvertretend für alle Frauen in unserer Gemeinschaft“. Foto: Gerd Mecklenborg

Twist. Mit einem feierlichen Gottesdienst und Festakt hat die katholische Frauengemeinschaft (kfd) St. Georg / St. Marien in Twist ihr 100-jährges Bestehen gefeiert.

Beim Festgottesdienst präsentierten die benachbarten Frauengemeinschaften ihre Fahnen. Zum Abschluss des Gottesdienstes überbrachten die Ehrengäste ihre Grußworte. Die geistliche Begleitung sprachen Sandra Wösten und Roswitha Scholtens vom Twister kfd-Vorstand. „Um 100 Jahre alt zu werden, dazu braucht man wohl ein Geheimrezept, und das scheinen wir kfd-Frauen gefunden zu haben“ hieß es. „Nie den Mut verlieren“, diesen Rat einer langjährigen kfd-Frau aus Twist, habe sich die Twister Frauengemeinschaft „als Rezept auf die Fahne geschrieben“, sagte Wösten. Scholtens erzählte die Geschichte der kfd St. Georg / St. Martin Twist. In schweren Zeiten nach dem Ersten Weltkrieg sei der „Mütterverein Twist“ am 8. Februar 1919 unter Pfarrer Theodor Benninghaus gegründet worden, der sich Zentralverband der katholischen Müttervereine anschloss. Dieser wurde 1939 von den Nationalsozialisten aufgelöst. Die Gemeinschaft in Twist trat nach dem Zweiten Weltkrieg dem 1951 gegründeten Zentralverband der katholischen Frauen- und Müttergemeinschaften, heute kfd, bei. 1964 leitete Elisabeth Brinkmann als erste Vorsitzende die Gemeinschaft unter dem Namen kfd St. Georg / St. Martin Twist. Seitdem sei sich die Frauengemeinschaft in ihren christlichen Werten treugeblieben.

Viel Lob für die Twister Frauen gab es auch von Ursula Kemna, vom Diözesanverband Osnabrück und vom Twister Bürgermeister Ernst Schmitz. Kemna ging auf die „vielseitigen Anforderungen an Frauen in unserer schnelllebigen Zeit, als Berufstätige, Ehefrau und Mutter“ ein, und hob die Bedeutung von Auszeiten „aber auch von spirituellen Erlebnissen im hektischen Alltag“ hervor. Hier böte die kfd Hilfestellung und Ausgleich, hieß es.

Der Twister Bürgermeister erinnerte an eine gemeinsame Fahrt „ins Heilige Land, wo wir auch die Ausgrabungen in Magdala besucht haben. Dort ist uns die große Rolle von Frauen in der Lebensgeschichte von Jesus real bewusst worden“, sagte Schmitz, der die katholische Frauengemeinschaft eine „Säule in unserer Gemeinde“ nannte.

Im Anschluss an den Gottesdienst ging es in den Gasthof Backers zur Kaffeetafel, wo Maria Berends für 72-jährige Mitgliedschaft, Thekla Linnemann für 62-jährige Mitgliedschaft und Katrin Pieper als jüngste Twister kfd-Frau geehrt wurden.


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