Am 15. Februar im Heimathaus Twist Blues-Musiker Schneller: „Wir haben hier immer eine super Party gehabt“

Von Reinhard Fanslau

Partystimmung: Tommy Schneller bei einem Konzert im Rosenhof Osnabrück. Archivfoto: Swaantje HehmannPartystimmung: Tommy Schneller bei einem Konzert im Rosenhof Osnabrück. Archivfoto: Swaantje Hehmann

Twist. Tommy Schneller und seine Band sind mehrfache Gewinner des German Blues Award. Auch im Heimathaus Twist war die weltweit tourende Formation schon des Öfteren zu Gast. Zur Freude aller Fans gibt hier der Saxofonist, Sänger und Bandchef am 15. Februar ein erneutes Gastspiel. Vorab äußerte sich der aus Osnabrück stammende Schneller im Interview.

Du spielst mit deiner Band zum wiederholten Mal im Heimathaus Twist. So schlecht kann es dir hier bei deinen vorangegangenen Auftritten nicht gefallen haben. Wie hast du diese in Erinnerung?

Die letzten Male war das Heimathaus randvoll und wir haben eine super Party gehabt. Es macht immer große Freude vor einem interessierten Publikum, das Bock hat aufzutreten.

Das Publikum im Heimathaus ist Blues gegenüber sehr aufgeschlossen. Hier haben schon Künstler gespielt wie Blues Company, Hamburg Blues Band, Chris Farlowe, John Lee Hooker jr. und Big Brother and the Holding Company. Wie kann man deiner Meinung nach Leute für den Blues begeistern, die damit bisher noch nichts anfangen konnten?

Als Lockvogel kann ich nur anbieten, dass hier ehrliche Livemusik geboten wird, von Leuten, die ihr Leben der Musik widmen und das Ziel haben, dem Publikum eine gute Zeit zu bereiten. Blues ist ein Oberbegriff und beinhaltet auch Rock, Soul, Funk, Jazz oder zum Teil auch Popmusik. Wer das nicht kennt, sollte den Mut aufbringen, mal was Neues zu probieren und sich direkt vor Ort von uns überzeugen lassen.

Mitch Ryder hatte damals gesungen „Ain’t nobody white can sing the Blues – Weiße können keinen Blues singen“. Hat er Recht oder Unrecht?

Ach, das ist ein verstaubtes altes Klischee. Jeder Mensch hat Emotionen, Probleme, Geschichten etc. und das sind Themen, um die es in der Musik geht. Mal positiv , mal negativ – aber in jeder Hautfarbe.

Welches Programm werdet ihr im Heimathaus Twist bringen?

Es wird einen Querschnitt aus den Alben der letzten zehn Jahre geben. Da wird eine Menge tanzbares Zeug dabei sein mit Texten in Englisch oder auch Deutsch.

Du bist auch ein gefragter Studiomusiker. Was macht für dich den Reiz des Spielens ohne großes Publikum aus?

Es eine tolle Sache, auf diesem Weg immer wieder auf neuen Gebieten Fuß zu fassen. Im April bin ich zum Beispiel mit Christian Steiffen auf Tour und das hat sich auch über Studioarbeit ergeben.

Cover-Bands haben zur Zeit Hochkonjunktur. Ihr aber macht hauptsächlich euer eigenes Ding. Wie stehst du zum Trend des Coverns? Was würdest du zu einer Tommy Schneller Revival Band sagen?

Wir spielen, bis auf eins, zwei Nummern eigene Titel und präsentieren unsere Musik. Kreativität steht an erster Stelle beim Song schreiben. Zu reproduzieren ist einfach ein anderer Arbeitsvorgang. Die Frage nach der Tommy Schneller Revival Band gefällt mir und lässt mich schmunzeln. Hier und da trifft man auf Kollegen, die sagen: „Hey, wir spielen eine Nummer von dir“ und das schmeichelt einem natürlich. Im Moment habe ich noch genug Motivation, selber zu spielen.


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