Frühstück bei Nögel in Twist Wirtschaftsverband will Logistikbranche im Emsland vernetzen

Von Heinrich Schepers

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Mitglieder des Wirtschaftsverbands Emsland trafen sich bei der Firma Nögel in Twist zum Logistikfrühstück. Foto: Heinrich SchepersMitglieder des Wirtschaftsverbands Emsland trafen sich bei der Firma Nögel in Twist zum Logistikfrühstück. Foto: Heinrich Schepers

Twist. Mehr als 40 Teilnehmer haben das vom Arbeitskreis Logistik des Wirtschaftsverbands Emsland initiierte Logistikfrühstück genutzt und sich über Innovationen in der Logistikbranche ausgetauscht. Ausrichter der Veranstaltung war die Nögel Montagetechnik Vertriebsgesellschaft mbH in Twist.

„Das Thema Logistik ist für Unternehmen im Emsland von großer Bedeutung“, sagte Stefan Schröder vom Beratungsunternehmen LNC, der einen Fachvortrag hielt. Logistik sei ein Standorts- und Wettbewerbsfaktor. Für die Zukunft der Branche zeigte Schröder auf, dass Nachhaltigkeit und Automatisierung eine immer größere Rolle einnehmen würden. Er erklärte, dass eine erfolgreiche Standort- und Unternehmensentwicklung dann gelinge, wenn, neben einer guten Infrastruktur und Servicequalität sowie qualifiziertem Personal, die Vernetzungsqualität und Innovationsfähigkeit der Logistik funktioniere.

Um diese Felder zu stärken sei das Projekt „Logistikmonitor“ ins Leben gerufen worden. Hier gehe es um mögliche Kooperationen, Bündelungen von wirtschaftlichen Aktivitäten sowie um Netzwerkarbeit. „Jede Region hat eine Vernetzungsqualität, die genutzt werden sollte“, so Schröder.

Umstrukturierung

Wie die Logistik in einem mittelständischen Unternehmen erfolgreich neu aufgestellt werden kann, machten Klaus Krieger, Mitgeschäftsführer von Nögel, und Logistik-Projektleiter Henning Stolte deutlich. Laut Krieger stand die Frage nach einer Umstrukturierung des Logistikbereichs bei Nögel schon seit 2015 im Raum: „Wir hatte eine immer größere Nachfrage, waren aber am Limit bei der Kommissionierung.“

Gemeinsam mit der Osnabrücker Firma Logis.net, einer Tochtergesellschaft der Hochschule Osnabrück, sei eine Lösung gefunden worden. Im Mittelpunkt der Überlegungen standen unter anderem eine verbesserte und möglichst fehlerfreie Kommissionierung sowie die schnellere Ein- und Auslagerung der Waren, wie Stolte berichtete.

Schneller und flexibler reagieren

Die Schaffung weiterer Lagerplätze, Neuauszeichnungen der Waren in den Lagerbereichen, neue Fördertechnik, der Einbau eines Multi-Level-Shuttles sowie die ergonomische Gestaltung der Packplätze wurden innerhalb von sechs Monaten geplant und realisiert. Zudem sei eine neue Lagermanagement-Software installiert worden. „Wir können jetzt schneller und flexibler reagieren“, sagte Stolte.

Sophronius Schalies von Logis.net erklärte im Anschluss die technischen Details. Er bezeichnete die Neuerung, welche Nögel mit Hilfe von Logis.net umgesetzt habe, als „sehr elegante und effiziente Lösung“. Vorab sei analysiert und definiert worden, welche Funktionen benötigt wurden, um die Logistikprozesse optimaler zu gestalten. Auf dieser Basis seien von der Umgestaltung der Lager, über den Aufbau neuer Fördertechnik bis zur Installation einer leistungsfähigen Software alle Logistikprozesse überarbeitet und verbessert worden.

Austausch über Themen der Branche

Das Logistikfrühstück fand zum zweiten Mal in diesem Jahr statt. „Die Treffen sollen als Plattform dienen, um eine Vernetzung der emsländischen Logistiker zu ermöglichen“, sagte Martina Kruse, Leiterin des Fachbereichs Wirtschaft beim Landkreis Emsland. Im Zentrum stehe der Austausch über branchenspezifische Themen.

„Wir wollen hier miteinander ins Gespräch kommen und schauen, wo wir zusammenarbeiten können“, berichtete Kruse, die auch dem Arbeitskreis Logistik des Wirtschaftsverbands vorsteht. Zugleich werden regelmäßig Experten eingeladen, die über Neuerungen im Bereich der Logistik informieren. Der Verband strebe bis zu drei Treffen im Jahr an.


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