Ihre Majestät hütet die Schafe König Willem Alexander besucht das Bargerveen bei Twist

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König Willem-Alexander schickt die Schafe aus dem neuen Stall im Naturschutzgebiet Bargerveen auf die Heide. Foto: Manfred FickersKönig Willem-Alexander schickt die Schafe aus dem neuen Stall im Naturschutzgebiet Bargerveen auf die Heide. Foto: Manfred Fickers

Emmen/Twist. König Willem-Alexander hat das Hochmoorschutzgebiet Bargerveen an der niederländischen Grenze bei Twist besucht.

Hauptanlass war die Einweihung des neuen Stalls für 1000 Schafe und 110 Rinder, die die Randbereiche des Naturschutzgebiets durch Beweidung baumfrei halten. Vor 50 Jahren wurde der Meerstalblok unter Schutz gestellt, der letzte noch intakte Regenmoorrest in den Niederlanden. Seit 25 Jahren gibt es die Stichting Bargerveen, einen Verein, der sich ehrenamtlich um dieses Gebiet kümmert. Um diese 66 Hektar herum ist nach und nach ein 2345 Hektar großes Naturschutzgebiet entstanden, mit wiedervernässtem Hochmoor, Grünland auf Hochmoor und Heide. Seit 2015 sind drei Randbereiche als Pufferzonen hergerichtet worden, unter anderem ein Geländestreifen in Deutschland bei Twist-Schöninghsdorf.


Schafherde im Naturschutzgebiet Bargerveen im internationalen Naturpark Moor/Veenland. Foto: Manfred Fickers


 

Der König hatte daher ein umfangreiches Besichtigungsprogramm, das ihn zum Informationszentrum der Forst- und Naturschutzbehörde Staatsbosbeheer nach Zwartemeer führte, von dort ging es nach der offiziellen Begrüßung durch die Kommisarin des Königs in der Provinz Drenthe, Jetta Klijnsma und Eric van Oosterhout, Bürgermeister der Gemeente Emmen zum Aussichtshügel mitten im Amsterdamse Veld. Hier stieg er in die Veenhuifkar, einem geländegängigen Aussichtsfahrzeug um, das von einem Traktor gezogen wird. Damit ging es auf einem Weg durch Moor und Heide bis in das Dorf Weiteveen, wo ihre Majestät fröhlich begrüßt wurde, vom Kleinkind bis zu den Bewohnern des Seniorenheims waren alle Altersgruppen an der Hauptstraße im Ort versammelt.


Kinder zeigten bei der Fahrt durch das Dorf Weiteveen König Willem-Alexander Bilder von Schafen. Foto: Manfred Fickers


Bei der Eröffnung des Schafstalls würdigte der König die geleistete Arbeit der vergangenen 50 Jahre und die Bedeutung des Naturschutzgebiets. Der niedersächsiche Landesbeauftragte für regionale Landesentwicklung, Franz-Josef Sickelmann, wertete die Einrichtung einer Pufferzone auf der deutschen Seite der Grenze und die Zusammenarbeit im internationalen Naturpark Moor/Veenland als Erfolg.

Angeleitet von Schäfer Luuc Bos öffnete der König dann den Schafstall. Die Tiere schauten zunächst etwas verdutzt angesichts des neuen Hirten im eleganten blauen Anzug mit den Medienvertretern und der riesigen Zuschauermenge im Hintergrund. Dann folgten sie der Aufforderung des Königs und setzten sich Richtung Heide in Bewegung. 

Weil sie wichtige Akteure bei der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit im Naturparkgebiet sind, nahm sich der König danach Zeit für Gespräche mit dem emsländischen Landrat Reinhard Winter, dem Vorsitzenden des Dorfvereins Weiteveen, Henry Schepers und  Nynke Houwing-Haisma, die die Entwicklungskommission Bargerveen-Schoonebeek leitet. Drüber hinaus informierte er sich ausführlich bei Fachleuten über das Naturschutzgebiet.


König Willem-Alexander nimmt sich Zeit für Gespräche mit den Zuschauern. Foto: Manfred Fickers


Zur Freude der Zaungäste hatte Willem-Alexander Zeit für sie und sprach an allen Stationen mit den Zuschauern. Der in Erica wohnende, landesweit bekannte Daniel Lohues sang für den König eine Liebeserklärung an seine Heimatprovinz Drenthe. Im Interview vor dem Auftritt verriet Lohues, dass er vor lauter Aufregung kalte Hände hat. Nach dem Auftritt gab es Applaus und einen warmen Händedruck von Willem-Alexander. Sichtlich gut gelaunt reiste der König danach wieder ab.


Einen Händedruck und freundliche Worte gab es für Sänger und Komponist Daniel Lohues von König Willem-Alexander. Foto: Manfred Fickers




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