Leben und Wohnen im Alter Twister Seniorennachmittag kommt gut an

Von Gerd Mecklenborg

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Twist. 130 Senioren haben sich zum ersten Seniorennachmittag der Gemeinde Twist in der Aula der Oberschule zu Gesprächen, Meinungsaustausch und gemütlichem Beisammensein bei Kaffee und Kuchen getroffen. Im Mittelpunkt stand ein Vortrag von Kerstin Knoll über Leben und Wohnen im Alter.

Begrüßt wurden die Twister Senioren von Heinrich Herbers, dem Seniorenbeauftragten der Gemeinde. Fachbereichsleiter Peter Liedtke und Sandra Robben vom Familienzentrum Twist kündigten an, „dass wir planen, diese Art der Begegnung, des Austausches und der Information jährlich anzubieten“.

In ihrem ausführlichen Vortrag ging Kerstin Knoll, Leiterin des Seniorenstützpunkts Niedersachsen des Landkreises Emsland, dann auf viele Belange der Senioren ein und wies auch auf die Beratungsangebote des Senioren- und Pflegestützpunkts und die ehrenamtlichen Unterstützungsangebote DUO – Seniorenbegleitung, Pflegebegleitung und Wohnberatung hin. Sie lobte besonders die Aktivitäten des Nachbarschaftsvereins „Seitenblicke e. V. Twist“.

Zukunftsorientiert vorgehen

Zum Thema Wohnberatung stellte Knoll heraus, „dass Wohnberatung für Jung und Alt wichtig ist und dass damit frühzeitig begonnen werden sollte, denn Wohnberatung ist kostenfrei“. Ihre Erfahrung als Leiterin des Seniorenstützpunkts und hauptamtliche Wohnberaterin zeige immer wieder, „dass sich die Bedarfe bei den Zielgruppen in der vorpflegerischen Zeit unterscheiden, somit erfolgt die Wohnberatung individuell und mit den Blick auf das spätere Alter“.

Auch junge Menschen sollten bereits bei ihrer Wohnungsplanung zukunftsorientiert vorgehen, plädierte Knoll, „auch wenn ‚schick und modern‘ dann oft im Vordergrund steht“. Das gelte auch für junge Familien, „die natürlich kinderfreundlich wohnen möchten, und für junge Senioren mit Modernisierungsbedarf, Wunsch nach Komfort und Barrierefreiheit ohne pflegerische Optik“, sagte die Wohnberaterin.

Senioren ohne Pflegebedarf hätten ein großes Sicherheitsbedürfnis und wünschten sich ein selbstbestimmtes und so lange wie möglich selbstständiges barrierefreies Leben. „Hier geht es, vor allem bei den Anpassungsmaßnahmen, um die Verbesserung der Wohnsituation und Steigerung der Lebensqualität mit guten Lösungen, die nicht immer der DIN-Norm entsprechen können“, so Knoll. Auch bei vorliegender Pflege übernehmen die Pflegeberaterinnen des Pflegestützpunkts die Wohnberatung, erfuhren die Senioren.


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