Gemeinde ist sicherer geworden Aktuelle Daten aus der Kriminalstatistik 2017 für Twist

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Die Polizeistation Twist an der Flensbergstraße mit dem Rathaus im Hintergrund. Foto: Manfred FickersDie Polizeistation Twist an der Flensbergstraße mit dem Rathaus im Hintergrund. Foto: Manfred Fickers

Twist. Die Zahl der Straftaten, die der Polizei aus der Gemeinde Twist gemeldet werden, ist seit 2015 zurückgegangen.

Der Gemeinderat ließ sich die Jahresstatistik von Polizeihauptkommissar Hartmut Bruns und Polizeioberkommissarin Britta Zaudtke erläutern. Nach einem Anstieg der Fallzahlen seit 2013 bis auf 469 im Jahr 2015 gab es 2017 nur noch 358 angezeigte Straftaten. Dabei habe die Häufigkeit von Straftaten in den vergangenen fünf Jahren unter dem Durchschnitt im Landkreis Emsland und noch weiter unter dem im Land Niedersachsen gelegen. Dies machte Bruns anhand der Häufigkeitskennzahl deutlich. Auf Niedersachsen berechnet gab es im vergangenen Jahr 6621 Fälle hochgerechnet auf 100.000 Einwohner, im Landkreis Emsland 5530 und in der Gemeinde Twist nur 3744. "Einer der geringsten Werte im Einzugsgebiet der Polizeiinspektion Emsland-Grafschaft Bentheim", merkte Hauptkommissar Bruns an. Zudem liege die Aufklärungsquote mit 62,85 Prozent sehr hoch. Zu den acht Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung erklärte Bruns, dass es hier unter anderem um Beziehungstaten und Ermittlungen wegen Verbreitens von Kinderpornografie geht. Gewachsen ist die Zahl der Rohheitsdelikte auf 55 im vergangene Jahr. Den höchsten Anteil haben daran die Körperverletzungen die von 34 2016 auf 40 im Berichtsjahr angestiegen sind. Sowohl bei einfacher Körperverletzung, als auch bei schwerer Körperverletzung, bei der Gegenstände zum Einsatz kamen, gab es einen Zuwachs. Allerdings gab es keinen Raub. 


Zurückgegangen ist die Zahl der Diebstähle. 2012 wurden noch 214 angezeigt, 2017 waren es 105. An schweren Diebstählen, bei denen sich die Täter gewaltsam Zutritt verschafften, sind im vergangenen Jahr elf Firmeneinbrüche, zehn Wohnungseinbrüche und drei Autoaufbrüche gemeldet. Es sind vergleichsweise niedrige Fallzahlen, dennoch "jeder Einbruch ist einer zuviel", sagte Bruns, denn besonders der Wohnungseinbruch bedeutet einen schweren Eingriff in die Privatsphäre, die die Betroffenen stark belastet.

Auf Nachfrage warb Bruns für die Präventionsangebote der Polizei. Es gebe viele Möglichkeiten, Einbrechern das Leben schwer zu machen. Er empfahl, sich von der Polizei beraten zu lassen.

Fahrraddiebe

Zurückgegangen sind die Fahrraddiebstähle. 65 wurden 2012 gemeldet, 2016 waren es 50 und 2017 21. Britta Zaudtke erklärte, dass es keine speziellen Vorlieben der Diebe gibt, Elektrofahrräder seien entsprechend ihrem Anteil am Fahrradbestand betroffen. Zurückgegangen ist auch die Zahl der Ladendiebstähle, die 2015 mit 25 einen Höchststand erreicht hatten. Im vergangenen Jahr waren es 12.

Mit 49 lagen die Vermögens- und Fälschungsdelikte 2017 auf dem Niveau der Vorjahre. Bruns machte darauf aufmerksam, dass besonders das Internet eine Spielwiese für Täter geworden ist. Er riet zu einem vorsichtigen Umgang mit den eigenen Daten.

Bei den Rauschgiftdelikten gab es einen Rückgang von 91 auf 63. In Twist gebe es keine Hartdrogenszene, erklärte Bruns. Außerdem werden Aufgriffe der Bundespolizei an den Grenzübergängen in Twist der Statistik der Gemeinde zugerechnet. 

Entsprechend der Zahl der Straftaten ist die Zahl der Tatverdächtigen gesunken, von 260 im Jahr 2015 auf 202. Vier Jugendliche und ein Kind wurden im vergangene Jahr verdächtigt, Straftaten begangen zu haben. Zwar seien Kinder nicht strafmündig, dennoch gebe es Ermittlungen, die Folgen für die Erziehungsberechtigten haben können, sagte Bruns.



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