Viele Besucher informieren sich Feuerwehr Twist feiert 90-jähriges Jubiläum

Von Heiner Harnack

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Twist. Mit einem Festgottesdienst, viel technischem Equipment und einer großen Einsatzübung hat die Freiwillige Feuerwehr Twist ihr 90-jähriges Bestehen gefeiert.

Feierlich wurde die Fahne der Feuerwehr zum Gottesdienst getragen, wo Michael Schiller für die katholische Kirche und Ulrich Hirndorf für die evangelische Kirche diesen zelebrierten. In Anbetracht der Probleme, die überall auf der Welt derzeit zutage träten, benötige man Menschen, die sich einsetzten, sagte Schiller vor den Gläubigen. Das erledige die Feuerwehr Twist auf ihre Weise, machte der Geistliche deutlich, dass die Bürger sich seit 90 Jahren auf die Blauröcke verlassen könnten. „Es ist gut, dass es Euch gibt, am besten wäre es aber, wenn wir Euch nicht benötigen“, fügte er schmunzelnd hinzu. „Gott zur Ehr, dem nächsten zur Wehr“, erinnerte Ulrich Hirndorf in seiner Predigt an die einstige Losung der Brandbekämpfer, die heute „Retten, Löschen, Bergen, Schützen“ hieße.

4500 Stunden

Mit Übungen und Dienstabenden hätten die Wehrleute fast 4500 Stunden abgeleistet, rechnete er vor, wie aufwendig die Arbeit geworden sei. „Nur im gut ausgebildeten Team kann man Notlagen wirksam begegnen und helfen zu können, ist etwas ganz Großartiges“, so Hirndorf weiter. Da sei aber auch die Angst, Fehler zu machen und es sei alles andere als sicher, dass ein Einsatz auch gelänge. „Manchmal kommt man auch zu spät und kann nichts mehr tun“, erinnerte er auch an die Schattenseiten dieser Arbeit. „Auch Helfer benötigen Hilfe, da die eigenen Kräfte nicht mehr ausreichen“, zeigte er auf, dass auch Feuerwehrleute Menschen seien und keine übermenschlichen Kräfte besäßen, wie es in der Sage des St. Florian vorkomme.

Absolut sicher

Bürgermeister Ernst Schmitz dankte den Wehrleuten und deren Familien, dass sie so viel Zeit dem Engagement opferten. Nur so könne die Twister Feuerwehr funktionieren. „Ihr seid immer da, wenn wir Euch brauchen“, so Schmitz. Landtagsabgeordneter Bernd-Carsten Hiebing meinte, dass die Twister Bevölkerung sich absolut sicher fühlen könne, da die Palette der Einsätze riesengroß sei und so fast jedes Problem gelöst werden könne. Landkreis-Dezernent Marc-André Burgdorf erinnerte an die 54 Freiwilligen Feuerwehren im Kreisgebiet und ihre 2800 Kameraden. „Wenn ich hier die 112 wähle, kommt im Landkreis Hilfe“, dankte und lobte Burgdorf die Einsätze der Blauröcke. Mit einer Einsatzübung und einer großen Ausstellung technischer Fahrzeuge wurden über den gesamten Tag unzählige Gäste zur Feuerwache gelockt.


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