Unverzichtbare Tätigkeit Landkreis Emsland vergibt 66 neue Ehrenamtskarten

Von Ingo Hinrichs

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Nach der Vergabe stellten sich die neuen Inhaber der Ehrenamtskarte gemeinsam mit den Vertretern des Landkreises zum „Familienfoto“. Foto: Ingo HinrichsNach der Vergabe stellten sich die neuen Inhaber der Ehrenamtskarte gemeinsam mit den Vertretern des Landkreises zum „Familienfoto“. Foto: Ingo Hinrichs

Twist. „Mit der Vergabe der Ehrenamtskarte würdigen wir den umfangreichen bürgerschaftlichen Einsatz und machen zugleich deutlich, wie sehr wir das Ehrenamt im Landkreis Emsland schätzen“: Unter diesen Leitsatz stellte die Vorsitzende des Ausschusses für Arbeit, Soziales und Integration, Ursula Mersmann, ihre Ausführungen zur jüngsten Vergabe der Ehrenamtskarten im Heimathaus Twist.

Zu der gut besuchten Veranstaltung konnte sie unter anderem Bürgermeister Ernst Schmitz und den Kulturausschuss-Vorsitzenden des Landkreises, Heiner Reinert, begrüßen. Die Ehrenamtskarte sei, so Mersmann, Teil der Anerkennungskultur, mit der der Landkreis Emsland nicht nur für bisher geleistete freiwillige Arbeit danken, sondern auch Anreize für ehrenamtliches Engagement schaffen möchte.

„Wir wollen uns bei den zahlreichen Bürgerinnen und Bürgern mit mehr als bloßen Worten für die Zeit und Kraft bedanken, die sie dem Allgemeinwohl in vielfältiger Weise zur Verfügung stellen.“ Die Ehrenamtskarte sei ein wichtiger Teil dieser Anerkennung. Als weitere wichtige Stützpfeiler nannte Mersmann den Ehrenamtsservice und das Seniorenservicebüro, Fach- und Praxistage und Fortbildungen für Ehrenamtliche. Neuerdings stehe mit der „Anpacker-App“ auch ein internetgestütztes technisches Hilfsmittel zur Verfügung.

Ehrenamt kennt keine Altersgrenze

Von den seit Einführung der Ehrenamtskarte im Jahr 2008 ausgegebenen Karten sind derzeit noch mehr als 700 im aktiven Gebrauch. Mit der aktuellen Vergabe kommen 66 weitere hinzu. Neue Karteninhaber sind 26 Frauen und 40 Männer aus dem gesamten Emsland.

Die jüngste neue Inhaberin einer Ehrenamtskarte ist gerade einmal 17 Jahre alt, die älteste 79. „Genau diese Altersspanne freut mich“, so Mersmann, „ weil wir daran erkennen können, dass das Ehrenamt in jedem Alter als Bereicherung empfunden wird.“ Ein Schwerpunkt der Kartenvergaben in diesem Jahr lag bei den Helfern des Ferienlagers Lähden, der Freiwilligen Feuerwehr Bawinkel und der Musikgruppe Unisono, die durch Auftritte Gelder für ein Schulprojekt in Südafrika sammelt.

Vergünstigungen als Anerkennung

Mit der Ehrenamtskarte sind niedersachsenweit neben der Anerkennung des Engagements attraktive Vergünstigungen in den Bereich Bildung, Kultur und Handel verknüpft. Die breite Palette erstreckt sich allein im Emsland auf weit über 100 Angebote, und niedersachsenweit sind es sogar rund 1500 Möglichkeiten. Zu nennen sind freier oder reduzierter Eintritt in Museen und Ausstellungen sowie Frei- und Hallenbäder, aber auch Rabatte im Einzelhandel, im Handwerk und in der Gastronomie.

Die mit der Ehrenamtskarte verbundenen Vergünstigungen sind aber laut Kreisdezernent Michael Steffens lediglich eine erfreuliche Zugabe und sicherlich nicht ausschlaggebend für das gezeigte freiwillige Engagement. „Ohne ehrenamtliches Engagement funktioniert unser Gemeinwesen nicht. Wir danken alle Ehrenamtlichen sehr für ihre freiwillig geleistete Arbeit und freuen uns, mit den Vergünstigungen der Ehrenamtskarte ein wenig zurückgeben zu können.“

Wer die Ehrenamtskarte beantragen möchte, sollte in den vergangenen drei Jahren mindestens 250 Stunden jährlich unentgeltlich ehrenamtlich tätig gewesen sein und dies auch künftig fortsetzen wollen. Interessierte finden alle Informationen im Internet unter www.ehrenamt-emsland.de.


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