„Erneuerbare Energien sind wettbewerbsfähig“ CDU Kreisvorstand besucht Twister Ökostrom-Firma

Von Martin Reinholz

Die Mitglieder des Vorstandes des CDU Kreisverbandes Meppen besuchten das Unternehmen Agrowea im Twister Gewerbegebiet „Autobahn II“. Foto: Martin ReinholzDie Mitglieder des Vorstandes des CDU Kreisverbandes Meppen besuchten das Unternehmen Agrowea im Twister Gewerbegebiet „Autobahn II“. Foto: Martin Reinholz

Twist. Die Mitglieder des Vorstandes des CDU Kreisverbandes Meppen haben gemeinsam mit ihrem Vorsitzenden Holger Cosse und den Bundestagsabgeordneten Albert Stegemann das Unternehmen Agrowea in Twist besucht.

Neben einer Besichtigung des Bürogebäudes des Twister Unternehmens, das sich mit der Gewinnung von Ökostrom aus Wind und fester Biomasse beschäftigt, diskutierten die Politiker mit den Unternehmensvertretern über politische Entwicklungen im Bereich der erneuerbaren Energien. Die Geschäftsführer Wilhelm und Christoph Pieper sowie Wilhelm Wilberts zeigten den Mitgliedern der CDU-Delegation das neue Bürogebäude im Twister Gewerbegebiet „Autobahn II“, in dem die etwa 20 Mitarbeiter des Unternehmens beschäftigt sind. Das komplette Gebäude, so die Geschäftsführer, sei „in puncto Energieversorgung autark“ und benötige keine zusätzliche öffentliche Versorgung.

Regionale Anteilseigner profitieren

Seit jeher würden die Projekte der Agrowea im Rahmen von Bürgerwindparks realisiert, wovon bereits über 2.000 regional ansässige Anteilseigner profitieren konnten, erklärte Wilhelm Pieper den Besuchern das Geschäftsmodell des Unternehmens. Hierbei würde stets der Grundgedanke verfolgt, den Kommunen, der Wirtschaft und den Bürgern vor Ort die Möglichkeit einer fairen Beteiligung an Windenergieanlagen in ihrer Region einzuräumen. Mit der Lieferung des Agrowea-Ökostroms sollten die Bürger nun zusätzlich noch mit umweltfreundlich erzeugtem Ökostrom versorgt werden.

Am Standort Emlichheim betreibe das Unternehmen mit dem BEKW Bioenergiekraftwerk Emsland das erste mit Stroh befeuerte Heizkraftwerk Deutschlands, sagte Pieper. „Mit innovativen Technologien haben wir Stroh als nachwachsenden Energieträger effizient nutzbar gemacht. Unser Wärmekonzept ermöglicht dabei einen Energienutzungsgrad von bis zu 90 Prozent“, sagte der Geschäftsführer. Davon profitiere die regionale Landwirtschaft als Strohlieferant sowie die Energieabnehmer von der Industrie durch die Bereitstellung von Prozessdampf über die öffentliche Stromversorgung bis zu den Privathaushalten durch die Anbindung an das Nahwärmenetz.

Plädoyer für weitere Förderung

Pieper resümierte, dass erneuerbare Energien mittlerweile wettbewerbsfähig seien. In diesen Zusammenhang wies er auf die mittlerweile hohen Erträge im Bereich der Stromerzeugung durch Windkraftanlagen und die wichtige Bedeutung der Windenergie auch im Bereich des Arbeitsmarktes hin. Er sprach sich für eine weitere Förderung erneuerbarer Energien seitens des Staates aus und forderte einen freien Zugang der alternativen Stromerzeuger zum Markt. Bundestagsabgeordneter Albert Stegemann bezeichnet die erneuerbaren Energien als „großen Segen für die Landwirtschaft“. Einen freien Zugang der Stromerzeuger zum Markt sah der Unionsabgeordnete jedoch aufgrund der bestehenden EEG-Umlage kritisch.


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