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13.07.2018, 10:59 Uhr KOMMENTAR

Migräne-Patienten im Karussell der Isolation

Kommentar von Carola Alge

Migräne: Der Schmerz ist für viele Patienten oft kaum zu ertragen. Foto: Carola AlgeMigräne: Der Schmerz ist für viele Patienten oft kaum zu ertragen. Foto: Carola Alge

Twist. Die soll sich mal nicht so anstellen. Da geht es anderen noch viel schlechter. So wird mancher über das denken, was Martina B. berichtet. Und genau an diesen Einstellungen zu einer immer mehr Menschen treffenden Krankheit möchte die Schöninghsdorferin etwas ändern. Ein Kommentar.

Migräne ist für den daran Erkrankten eine Tortur. Sie sorgt dafür, dass er sich vor Schmerzen nicht rühren kann, dass Licht und Geräusche körperlich schmerzen, dass jede noch so geringe Bewegung den Kopf vor Schmerz scheinbar explodieren lässt, dass die Arbeit nicht mehr möglich ist. Freunde fühlen sich vernachlässigt. Das Karussell Richtung Isolation nimmt Fahrt auf.

Dem möchte Martina B. entgegensteuern. Mit ihrer Geschichte. Mit Aufklärung. Mit einer Selbsthilfegruppe, die sie gern ins Leben rufen würde. Die Emsländerin versucht, Vorurteile auszuräumen und andere im Umgang mit Migränekranken zu sensibilisieren.

Zum Beispiel auch dafür, warum diese Krankheit eben so viel mehr ist als „nur ein bisschen Kopfschmerzen“. Migräne-Attacken gehen mit schlimmsten Begleiterscheinungen einher – bis hin zu massiven Seh-, Sprach- oder Wortfindungsstörungen. Ihnen – aus Unwissenheit – vorzuhalten, sie seien nicht belastbar, verletzt. Stattdessen brauchen die Betroffenen Verständnis und Unterstützung. Wie jeder Kranke.


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