Gemeinderat beschließt neue Preisliste Baugrundstücke in Twist werden teurer

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Anders als im Baugebiet Am Kanal West in Twist soll künftig der Endausbau von Wohnstraßen fünf Jahre nach der Erschließung erfolgen. Die Kosten werden beim Grundstückskauf abgerechnet. Foto: Manfred FickersAnders als im Baugebiet Am Kanal West in Twist soll künftig der Endausbau von Wohnstraßen fünf Jahre nach der Erschließung erfolgen. Die Kosten werden beim Grundstückskauf abgerechnet. Foto: Manfred Fickers

Twist. Bauland wird in der Gemeinde Twist ab dem 1. November 2018 teurer. Der Rat hat außerdem eine neue Regelung bei den Erschließungskosten beschlossen.

Bürgermeister Ernst Schmitz machte auf die stark angestiegenen Kosten für Grunderwerb aufmerksam. Daher müsse die Gemeinde die Preissteigerung weitergeben. Wer ab dem 1. November einen Kaufvertrag abschließt, muss im Baugebiet Bült, Südlich des Schwarzen Wegs, 39 Euro pro Quadratmeter bezahlen, im Gebiet Neuringe Ost 24,50 Euro, in Schöninghsdorf, zwischen Alter Postweg und Weststraße 28,50 Euro und und in Adorf 24,50 Euro. Zukünftig sollen diese Quadratmeterpreise regelmäßig zum 1. Juli entsprechend der Entwicklung der Verbraucherpreise angehoben werden.

Erschließungskosten bei Verkauf

Eine Neuerung gibt es bei den Erschließungskosten. Sie sollen bereits beim Grundstücksverkauf abgerechnet werden, in Neuringe 30,73 Euro pro Quadratmeter, in Schöninghsdorf 28,67 Euro und in Twist-Bült 30 Euro. Unverändert bleibt der Vermessungskostenanteil von 1,30 Euro pro Quadratmeter. Der endgültige Straßenausbau soll fünf Jahre nach der Erschließung des Baugebiets erfolgen. Sven Leisdon (CDU) wies auf die Vorteile bei der Finanzierung von Bauvorhaben hin. Damit werden die Kosten vollständig kalkulierbar, es gebe keine unangenehmen Überraschungen bei der späteren Abrechnung des Endausbaus.

Mit dem Beschluss verbunden ist eine Änderung bei der Erstellung der Baustraßen. Sie sollen bis auf die Deckschicht der Fahrbahn inklusive Rinnen und Entwässerungsanlage hergestellt werden. Andreas Schwieters vom Fachbereich Bau und Planung berichtete von guten Erfahrungen, die die Stadt Nordhorn mit dieser Vorgehensweise gemacht hat. Mit Schotter werden die Straßenränder vor Schäden durch Baufahrzeuge geschützt. Dadurch gebe es genaue Anhaltspunkte für die Höhenlage der Gebäude, die Grundstückszufahrten müssten beim Endausbau nicht neu angepasst werden. Weil nur noch eine Deckschicht aufgebracht werden muss, bleibt es bei relativ kurzzeitigen Behinderungen durch Bauarbeiten.

Baustellenverkehr nicht durch Wohngebiet

Vorgestellt wurde die Planung für die Erschließung der neuen Baugebiet Neuringe Ost und zwischen Alter Postweg und Weststraße in Schöninghsdorf. Um die Belastung für Anwohner der Weststraße und des Wohnviertels am Alten Postweg gering zu halten, soll der Baustellenverkehr über einen Wirtschaftsweg ins neue Wohngebiet geführt werden, teilte Schwieters mit. In Schöninghsdorf werden die Weststraße und der Fuchsienweg in das neue Baugebiet verlängert, eine neue Straße soll Hortensienweg heißen, beschloss der Gemeinderat. Im Gebiet Neuringe Ost werden die beiden Straßen nach ehemaligen Lehrern der Dorfschule benannt: Lambert Lahmann und Heinrich Mügge. Lahmann war von 1874 bis 1914 und Mügge von 1919 bis 1926 Lehrer an der evangelisch-reformierten Volksschule in Neuringe. Markus Grünefeld (CDU) begründete den Vorschlag mit dem großen Engagement, das beide Lehrer für die Dorfgemeinschaft gezeigt haben.


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