Die Ideenwerkstatt legt los Ein Mehrgenerationenspielplatz am Rathaus Twist

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Twist. Die Rasenfläche zwischen Rathaus und Schulsee in Twist-Mitte soll für Sport und Spiel genutzt werden. Jetzt hat die Ideenwerkstatt ihre Arbeit aufgenommen.

Im Ratssaal mit Blick auf die Fläche um die es geht, fand das erste Treffen statt, zu dem die Gemeinde alle Bürger eingeladen hatte. Gesonderte Einladungen sind an Vereine und Institutionen gegangen, auf deren Mitwirkung besonders Wert gelegt wird, sagte Fachbereichsleiter Peter Liedtke bei der Begrüßung. Aus der Verwaltung waren Andreas Schwieters und Ansgar Willen dabei, die für die Spielplatzplanung und -betreuung zuständig sind. Landschaftsarchitektin Silke Willems vom Büro Die Grünplaner - Landschaftsarchitekten aus Meppen-Rühle machte sich eifrig Notizen und nahm die schriftlich formulierten Ideen entgegen. Schwieters erklärte, das Planungsbüro sei ausgewählt worden, weil es über viel Erfahrung aus der Errichtung von Mehrgenerationenspielplätzen verfügt.

Schon vor dem Termin hatte der Kinderrat der Kindertagesstätte St. Ansgar Vorschläge in Form von gemalten Bildern mit Beschriftung eingereicht. Liedtke nannte zahlreiche Beispiele, darunter eine Wasserburg, einen Sandspielplatz, eine Rutsche, aber auch gemütliche Sitzecken für Eltern und Großeltern. Ein Bürger hatte den Bau einer Baumelbank vorgeschlagen, wo man sitzen und die Beine pendeln lassen kann, zur Entspannung von Gelenken.

Die Reiterfreunde Twist haben einen Ideenkatalog eingebracht. Vera Jaron lobte die Idee der Gemeinde, Spiel- und Sport für Alle anzubieten, für jede Generation und dies barrierefrei. Sie machte auf Fördermöglichkeiten durch die Aktion Mensch aufmerksam. Die Medizinerin wünscht sich Geräte mit einem geringen Verletzungsrisiko, die ohne Anleitung sicher zu nutzen sind. Aus den Sportgruppen der Reiterfreunde kam der Vorschlag eine Boule/Boccia-Bahn zu bauen. Balanciergeräte, ein Kletterturm und Kletternetze, ein großes Dame/Mühlespiel, Kreativelemente, ein Sandbereich mit Spielgeräten, Wasser- und Denkspiele, Geschicklichkeitsspiele und Geräte für Klein- und Kleinstkinder stehen auf der Liste.

Aus der Runde wurden diese Vorschläge um den Wunsch nach breiten Rutschen auch für Erwachsene, Stehwippe, Doppelschaukel, Federbalken, Hüpfplattformen, Hängematten, Trampolin, einer Motorikwand und Wasserspielen ergänzt. Ein schiffsförmiger Kletterturm könnte den Bezug zum Schulsee und zum alten Hafen am Süd-Nord-Kanal herstellen.

Rund um den Schulsee

Die Leiterin der Oberschule, Roswitha Rengers und Ratsfrau Anna van der Stad lenkten die Aufmerksamkeit auf den See. Es sollte in Verbindung mit dem Spielplatzbau eine Aufwertung der Promenade rund um den See geben. Ratsfrau Beate Reinert wünscht sich eine gute Pflege der vorhandenen und zukünftigen Anlagen. „Sauberkeit ist wichtig“, stimmte Ratsherr Rudi Gaidosch zu. Ansgar Willen machte darauf aufmerksam, dass seit dem Herbst die Bestandsaufnahme aller Spielplätze in der Gemeinde läuft. Es solle auf Wunsch des Rates mehr für den Unterhalt getan werden.

Landschaftsarchitektin Willems wird jetzt mit den Mitarbeitern des Fachbüros die Ideen auf Umsetzbarkeit prüfen. Darüber hinaus werden Vorschläge für eine räumliche Aufteilung der Spielbereiche gemacht. Der Entwurf soll dann im Fachausschuss des Gemeinderats diskutiert werden, bevor ein Antrag auf Förderung aus dem europäischen Leader-Programm gestellt wird, erklärte Liedtke. Sobald es einen Zuwendungsbescheid gibt, kann gebaut werden, denn der Rat hat bereits Geld für den Anteil der Gemeinde im Haushaltsplan 2018 vorgesehen.


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