Entlarvende Geschichten Kabarettistin Usch Hollmann unterhält im Heimathaus Twist

Von Kathrina Grewe

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Kabarettistin Usch Hollmann bei ihrer Lesung im Heimathaus Twist. Foto: Katharina GreweKabarettistin Usch Hollmann bei ihrer Lesung im Heimathaus Twist. Foto: Katharina Grewe

Twist. „Hallo Änne, hier ist Lisbeth…“ – so beginnen die Geschichten, mit denen die Kabarettistin Usch Hollmann nun erneut bei einer Lesung das Publikum im Twister Heimathaus begeistert hat.

Trotz des sonnigen Wetters war das Heimathaus gut besucht. „Ich bin total gerührt, ich freue mich sehr“, sagte Usch Hollmann zu Beginn ihrer Lesung angesichts des so zahlreich erschienenen Publikums. Die Kabarettistin und Autorin aus Rheine wurde unmittelbar nach Betreten der Bühne mit einem spontanen Applaus bedacht.

Fünf freche Frauen

„Was kann es Schöneres geben als an so einem sonnigen Tag ein paar Stunden mit dieser Frau zu verbringen. Es gab einmal fünf freche Frauen, aber eine genügt“, stellte Heiner Reinert zu Beginn der Lesung heraus. Der Heimatvereinsvorsitzende verwies hier auf die von Hollmann gegründete Kabarettgruppe „Fünf freche Frauen“, mit der sie jahrelang auftrat. Sowohl mit der Gruppe als auch mit ihrem Soloprogramm hat Hollmann bereits mehrfach für gute Stimmung im Heimathaus gesorgt.

Dass die Aufführung am Weißen Sonntag stattfand, nahm Hollmann zum Anlass, mit einer Geschichte über Ökumene zu beginnen. Auf ihre komödiantisch-entlarvende Art erzählte sie – in ihrer Rolle als Lisbeth – von den Eigenheiten der katholischen und der evangelischen Konfession. So erinnerte die Kabarettistin beim Thema Kreuzzeichen an einen Ausspruch ihres Bruders: „Guck mal Mama, die Frau hat einen Ausschnitt bis ‚Sohnes‘!“ Spätestens an diesem Punkt brach im Saal schallendes Gelächter aus.

Geschehnisse aus dem Alltag

Es sind Geschehnisse aus dem Alltag, bei denen Hollmann manche Wahrheit auf komische, aber charmante Weise aufdeckt und die Zuhörer mit vertrauten Themen zu unterhalten weiß. So handeln ihre Geschichten zum Beispiel von einem Besuch bei der Kosmetikerin oder den Tücken des Fahrradkaufs. Daher verwundert es nicht, dass während der Pause Aussprüche wie „Herrlich!“, „Ganz toll!“, „Eine gute Menschenkenntnis!“ oder „Ich find die ja gut!“ aus dem Publikum zu hören waren.

Wie Hollmann im Gespräch verriet, schätze sie jedoch in gleicher Weise das Publikum in Twist. „Das Publikum kennt mich hier, und es ist immer wieder ein ausverkauftes Haus“, sagte die gebürtige Schweizerin. Im Allgemeinen sei es eine besondere Wertschätzung für sie, wenn ältere Menschen nach einer Vorstellung zu ihr kämen und sagten: „Ich habe gerade so viel zu verkraften und konnte heute einmal lachen“. Reiner ergänzte: „Dabei ist ihr Humor nie verletzend, sondern eher entlarvend.“

Entlarvende Geschichten

Hollmanns entlarvende Geschichten sorgten auch im zweiten Teil des Auftritts für große Belustigung beim Publikum. So erzählte sie von Fremdwörtern, Kupferkästchen mit Heilkräften, Frauen im Schützenverein oder der gealterten Jugendliebe. Besondere Höhepunkte waren die vom Publikum gewünschte Geschichte „Unser Fräulein Lenz“ sowie die von Reinert im Tausch mit einem Blumenstrauß erlangte Zugabe „Lob der Männer“.

„Wenn Sie mich tatsächlich nochmal haben wollen, dann komme ich gerne wieder, denn so einen Nachmittag lässt man sich ungern entgehen! Ich danke Ihnen ganz herzlich!“, stellte Hollmann zum Abschied heraus und machte so dem Twister Publikum Hoffnung auf ein Wiedersehen.


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