Unkomplizierte Gespräche Bei Wavin in Twist splitten die Väter ihre Elternzeit

Meine Nachrichten

Um das Thema Twist Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Bereits zum zweiten Mal nimmt Kim Karsten Ernst von der Firma wavin in Twist die Elternzeit in Anspruch. Ein Foto seiner Kinder steht an seinem Arbeitsplatz. Foto: Konstantin StumpeBereits zum zweiten Mal nimmt Kim Karsten Ernst von der Firma wavin in Twist die Elternzeit in Anspruch. Ein Foto seiner Kinder steht an seinem Arbeitsplatz. Foto: Konstantin Stumpe

Meppen. Zunehmend nutzen junge Väter das Elterngeld, um sich Zeit für ihr Kind zu nehmen. Kim Karsten Ernst von Wavin in Twist ist längst kein Einzelfall bei dem Hersteller von Kunststoffrohren.

Mit ihrer Mitgliedschaft im Verein „vereinbar“ bekennt die Firma Wavin nach außen hin Farbe als ein familienfreundliches Unternehmen. Unter anderem bietet Wavin flexible Elternzeitregelungen für Väter und Mütter an. Kim Karsten Ernst, bei der Firma zuständig für Online Marketing und Kommunikation, hat das Angebot im Sommer 2017 in Anspruch genommen.

Elternzeit gesplittet

Schon bevor er im Frühjahr 2015 bei Wavin anfing, hatte Ernst ein Mal die Elternzeit genutzt. „Beim ersten Kind habe ich noch ein paar Stunden gearbeitet“, erinnert sich der 39-Jährige. Beim zweiten Kind hat er sich aber dazu entschieden, einen Monat nach der Geburt sowie im Sommer 2018 einen weiteren Monat komplett zu Hause zu bleiben. Im Nachhinein die richtige Entscheidung, wie er findet: „So konnte ich den Fokus komplett auf mein Kind legen und meine Frau besser unterstützen.“ Trotzdem sei die Zeit nicht so leicht gewesen. „Man bekommt nicht ganz so viel Schlaf“, gesteht der zweifache Vater.

Von jetzt auf gleich

Die Abstimmung mit seinen direkten Vorgesetzten beschreibt Ernst als sehr unkompliziert. „Im zweiten Schritt habe ich dann mit Frau Düthmann von der Personalabteilung gesprochen, um die Elternzeit offiziell zu beantragen. „Wavin war sehr flexibel“, meint der 39-Jährige. Eine Geburt sei zwar halbwegs planbar, irgendwann sei es aber dann trotzdem von jetzt auf gleich soweit gewesen. „Die Geburt hat nur 23 Stunden gedauert. Dann habe ich schnell eine E-Mail geschrieben: Ab jetzt bin ich in Elternzeit“, erinnert sich der Marketing-Experte.

Um den Übergang in die Elternzeit so reibungslos wie möglich zu gestalten, hatte Ernst bereits im Vorfeld einige Aufgaben an Kollegen abgegeben oder andere Dinge vorgearbeitet. Natürlich sei er die ersten Tage nach Antritt der Elternzeit noch zur Abstimmung einiger Dinge erreichbar gewesen, aber weil sein Arbeitgeber so flexibel gewesen sei, habe er das gerne gemacht.

Eltern können Zeit aufteilen

Für den Arbeitgeber bedeutet die Elternzeit im Prinzip nichts anderes als unbezahlten Urlaub, erklärt Maria Düthmann. Den Verdienstausfall übernimmt in dieser Zeit der Bund. 14 Monate Elternzeit stehen den Eltern insgesamt zur Verfügung. Diese können sie frei untereinander aufteilen. Dabei muss ein Elternteil mindestens zwei und höchstens zwölf Monate nehmen. Alleinerziehende können die vollen 14 Monate in Anspruch nehmen. Dabei ist es auch möglich, die Zeit wie im Fall von Kim Karsten Ernst, zu splitten. So machen es die meisten Väter bei wavin. „19 Väter haben das Angebot bei uns schon in Anspruch genommen – und das aus allen Bereichen“, sagt Düthmann.

Die Höhe des Elterngeldes orientiert sich am monatlichen Nettoeinkommen. Elternteile mit höheren Einkommen erhalten 65 Prozent, Eltern mit niedrigeren Einkommen bis zu 100 Prozent ihres Einkommens. Das Elterngeld beträgt jedoch mindestens 300 und höchstens 1800 Euro monatlich.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN