Mein Job und ich Twister Restaurantfachleute über Arbeitszeiten, Trinkgeld und unfreundliche Gäste

Von David Hartmann

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Die Twister Restaurantfachleute Laura Schabos  und Tobias Lübberink. Foto: David HartmannDie Twister Restaurantfachleute Laura Schabos und Tobias Lübberink. Foto: David Hartmann

Twist. Für die Serie „Mein Job und Ich“ beantworten der Restaurantfachmann Tobias Lübberink und die angehende Restaurantfachfrau Laura Schabos vom Twister Gasthof Backers alle Fragen rund um Ihren Beruf, von Arbeitszeiten über Trinkgeld bis hin zu unfreundlichen Gästen.

Wie sind Sie auf die Idee gekommen, Restaurantfachmann/-fachfrau zu werden?

Das hat sich ganz spontan ergeben. Es hat eigentlich angefangen mit einem Nebenjob als Jugendlicher in einer Kneipe und es hat mir dort sehr gut gefallen. Deswegen dachte ich, ich probiere es mal mit einer Ausbildung zum Restaurantfachmann. Das Schöne an unserem Beruf sind die abwechslungsreiche Arbeit und der ständige Kontakt zu den Menschen. Der Betrieb ist wie eine zweite Familie für einen.

Was halten Sie von den Arbeitszeiten in der Branche?

Also ich habe mich schnell daran gewöhnt. Wenn man sowieso jemand ist, der nicht jedes Wochenende los möchte, dann ist man gut aufgehoben hier. Unsere Arbeitszeit beginnt normalerweise zwischen 13 und 15 Uhr und endet gegen 23 Uhr oder 24 Uhr, sodass wir auf eine Arbeitszeit von acht Stunden kommen. Das Wochenende verschiebt sich quasi für uns. Es ist nicht der Samstag und Sonntag, den wir frei haben, sondern der Montag und Dienstag.

Was gefällt Ihnen am besten an Ihrem Beruf?

Wie gesagt gefallen mir der ständige Umgang mit den Menschen und die familiären Verhältnisse in unserem Betrieb sehr. Ein Bürojob käme für mich überhaupt nicht in Frage, ich glaube, da würde ich total untergehen. Ich bin gerne in Bewegung und suche den Kontakt mit den Menschen. Wenn unsere Gäste zufrieden sind, dann bin ich das auch.

Wie gehen Sie mit unfreundlichen Gästen um? Versuchen Sie diese zu meiden oder länger warten zu lassen?

Nein, das geht auf gar keinen Fall. Am besten ist immer stets zu lächeln und freundlich zu bleiben. Natürlich denken wir uns unseren Teil dazu, aber da müssen wir dann durch. Man muss immer versuchen, das Beste daraus zu machen.

Ist Ihnen schon etwas Peinliches während der Arbeit passiert? Ein Tablett oder Gläser, die heruntergefallen sind?

Natürlich passiert so etwas, aber ich finde es ehrlich gesagt auch nicht peinlich. Das ist menschlich und kann jedem passieren. Ich versuche es dann einfach mit einem Lachen zu umgehen und lache über mich selber. Dann ist alles gut. Wobei mir bisher noch nicht passiert ist, das ein Tablett runtergefallen ist, zwar das ein oder andere Glas, aber das passiert ja auch in jedem anderen Restaurant oder Haushalt auch.

Thema Trinkgeld: Gibt es Tricks für etwas mehr Trinkgeld?

Also das A und O ist es immer freundlich zu sein. Das hat aber nichts mit einem Trick zu tun, das ist einfach Pflichtprogramm für uns. Wir versuchen immer nette Gespräche mit den Gästen zu führen, vielleicht mal einen Witz zu machen, aber das kommt ganz auf die Situation an. Auch bei unseren Stammgästen wissen wir mittlerweile womit wir bei ihnen landen können und was wir besser sein lassen. Es ist einfach wichtig, sich für die Gäste Zeit zu nehmen.

Beobachten Sie ihre Gäste oder urteilen Sie über diese?

Doch natürlich, wir beobachten unsere Gäste auf jeden Fall und gucken auch, was sie gerade machen oder wie sich verhalten. Aber das gehört ja auch zu unserem Beruf. Wir müssen immer alles im Blick behalten, um zu sehen, wo wir als Nächstes hinmüssen. Ist irgendwo ein Getränk leer, müssen wir abräumen oder will jemand zahlen. Man muss schon die Gäste beobachten, so wurde es uns auch beigebracht. Das ist das Wichtigste bei einem guten Service.

Zu guter Letzt: Kommen Sie bei den ganzen Düften und Speisen manchmal in Versuchung etwas von einem Teller zu probieren?

Klar. In Versuchung kommt man da schon häufiger, wenn man etwas Leckeres auf den Tellern sieht, da denkt man sich schon „Och, das hätte ich jetzt auch gerne“. Aber wir machen es natürlich nicht, weil wir wissen, dass so etwas auf gar keinen Fall geht. Aber ja, es ist manchmal schon verlockend.


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