Zu Mediatoren ausgebildet Gewalt- und Suchtpräventionstage an der Oberschule Twist

Meine Nachrichten

Um das Thema Twist Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Das Theaterensemble Radiks aus Berlin behandelte die Themen Rechtsextremismus, Vorurteile, körperliche und verbale Gewalt, Angst und Vertrauen. Foto: Oberschule Twist.Das Theaterensemble Radiks aus Berlin behandelte die Themen Rechtsextremismus, Vorurteile, körperliche und verbale Gewalt, Angst und Vertrauen. Foto: Oberschule Twist.

Twist. Die Gewalt- und Suchtpräventionstage an der Oberschule Twist haben traditionell an drei Tagen nach den Zeugnisferien stattgefunden. Im Vorfeld bildete Steffi Rolfes von der Suchtberatungsstelle des Diakonischen Werkes Papenburg die Schüler des Sozialen Projektes zu Mediatoren aus.

Nach einer Einleitung durch die Klassenlehrer in die Thematik Sucht besuchten die Schüler der achten Klassen den aus fünf Stationen bestehenden Klarsichtparcours, in welchem sie sich über die legalen Suchtmittel Tabak und Alkohol ausführlich informieren konnten. Außerdem hatten sie Aufgaben zu meistern. Dazu gehörte das Legen einer Bildergeschichte, Schätzen des Alkoholanteils in verschiedenen Gläsern, Übungen mit der Promillebrille und das Einschätzen der Gefahren des Rauchens von Zigaretten und bei Wasserpfeifen.

Schüler informieren Schüler

Die Moderatoren berieten und informierten ihre Mitschüler an den Stationen und sensibilisierten sie dafür, über den Konsum dieser schädlichen Substanzen nachzudenken. An den folgenden zwei Tagen vertieften die Klassenlehrer die Inhalte anhand des Lions-Quest-Programms „Erwachsen Werden“ und verschiedenen Filmen zu Thema Sucht. Die Schüler erstellten Plakate und Präsentationen, die auf der kommenden Schulversammlung vorgestellt werden.

Theater zu Fremdenfeindlichkeit

Eingebunden in die Präventionstage war das Theaterstück „Wir waren mal Freunde“, des Theaterensemble Radiks aus Berlin. Die beiden Schauspieler stellten auf eindrucksvolle Weise die Bereiche Freundschaft, Fremdenfeindlichkeit und Respekt dar. Einfluss fanden dabei die Themenfelder Rechtsextremismus, Vorurteile, körperliche und verbale Gewalt, Angst und Vertrauen und regten die Zuschauer zum Nachdenken an.

Auflagen für straffällige Jugendliche

Sozialarbeiter Ansgar Deters vom Allgemeinen Justizsozialdienst Meppen berichtete in den neunten Klassen über seine Arbeit mit straffällig gewordenen Jugendlichen. Er versucht mit seiner Arbeit, die Straffälligen vor einer Haftstrafe zu bewahren, unter anderem durch gerichtliche Auflagen in Form von Sozialstunden und Schuldnerberatung. Falls die Klienten diesen Auflagen nicht folgten, findet ein Gespräch mit dem Richter statt, in dem dieser ausdrücklich auf eine drohende Haftstrafe bei Missachtung hinweist. Themenschwerpunkte waren die hohe Verschuldung junger Menschen durch Handy-Verträge und Internetbestellungen. Die Schüler hatten während des Vortrags die Möglichkeit, Fragen zu stellen. Während der Diskussion stellte sich heraus, dass auch im Bereich der Bewährungshilfe dringend Personal benötigt wird.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN