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01.03.2018, 12:30 Uhr KOMMENTAR

Gemeinde Twist muss Raserei unattraktiv machen

Kommentar von Manfred Fickers

Ein Verkehrsschild fordert Tempo 30 vor einer Schule. In der Gemeinde Twist werden jetzt die Tempo-30-Bereiche ausgeweitet. Foto: Bernd Wüstneck/dpaEin Verkehrsschild fordert Tempo 30 vor einer Schule. In der Gemeinde Twist werden jetzt die Tempo-30-Bereiche ausgeweitet. Foto: Bernd Wüstneck/dpa

Twist. Mit einer Erweiterung der Tempo-30-Zonen und Messgeräten mit Anzeigetafel will die Gemeinde Twist Raser bremsen.

Es ist gut, dass die Gemeinde Twist nicht wartet, bis Unfallschwerpunkte erkennbar sind. Wer in Wohngebieten riskant fährt, wird jetzt darauf aufmerksam gemacht. Aber die Gemeinde kann noch mehr tun.

Der Schwarze Weg als innerörtliche Verbindungsstraße hat durch das Dienstleistungs- und Geschäftszentrum am Rathaus und durch die Bebauungsverdichtung auf beiden Seiten der Straße an Bedeutung und damit an Verkehrsaufkommen gewonnen. Durch eine Verbesserung des Busangebots machen und Gemeinde und Landkreis die Alternative zum Pkw attraktiver. In den nächsten Jahren sollte die Gemeinde eine Anpassung der Straße an ihre Rolle als Hauptverkehrsachse in einem Wohngebiet verwirklichen, so wie es auf der Kreisstraße 202 in Twist-Siedlung und Schöninghsdorf durch Kreisverkehre und Fahrbahnteiler als Querungshilfe geschehen ist.

Wer mit Tempo 112 durch ein Wohngebiet rast, spielt mit dem Leben seiner Mitbürger. Hier sind nicht nur die Polizei und die Gemeinde gefragt, Grenzen aufzuzeigen. Der Schwarze Weg ist keine Durchgangsstraße, er wird von Twister genutzt. Daher sollten Freunde und Bekannte solchen Rasern ins Gewissen reden.


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