Architekten im Wettbewerb Twist plant Feuerwehrgebäude in Schöninghsdorf

Von Manfred Fickers


Twist. Einen Architektenwettbewerb für das neue Feuerwehrgebäude in Schöninghsdorf will die Gemeinde Twist veranstalten.

Eine Bestandsaufnahme hatte ergeben, dass das bisherige Gebäude nicht mehr den aktuellen Anforderungen genügt. Weder ein Umbau noch ein Neubau am alten Standort sind möglich, denn dafür reicht der Platz nicht. Jetzt hat der Ausschuss für Gemeindeentwicklung und Feuerschutz dem Rat mehrere Empfehlungen gegeben, die einen Neubau 2019 möglich machen sollen.

Mit einer Anpassung des Flächennutzungsplans und der Aufstellung eines Bebauungsplans soll am nördlichen Dorfrand bei der Kreuzung der Europastraße 233 mit der Kreisstraße 202 (Fehndorfer Straße) ein neues Gewerbegebiet entstehen. Bürgermeister Ernst Schmitz wies darauf hin, dass nach Bekanntgabe dieses Vorhabens bereits erste Interessenten bei der Gemeinde vorstellig geworden sind. Hier soll auch das neue Feuerwehrgebäude seinen Platz finden, wünscht sich der Gemeinderat ebenso wie die Ortsfeuerwehr Schöninghsdorf.

Andreas Schwieters vom Fachbereich Bau und Planung erklärte die Vorentwürfe. Ein Gespräch mit Anliegern habe gezeigt, dass deren Wünsche bezüglich Sicht- und Lärmschutz verwirklicht werden können. Am Südrand des Gebiets sowie in Abgrenzung zur Wohnbebauung an der Fehndorfer Straße sind Grünstreifen vorgesehen, im Gebiet selbst sorgt ein Regenwasserrückhaltebecken für mehr Abstand der Gewerbebetriebe zu den Wohnhäusern. Schalltechnische und geruchstechnische Untersuchungen lassen eine Vereinbarkeit der künftigen Nutzung mit der Wohnbebauung in der Nähe erwarten. Dazu werden Grenzwerte für die Betriebe festgesetzt.

Eine längere Diskussion gab es zum Vorschlag der Verwaltung, einen Architektenwettbewerb für das neue Feuerwehrgebäude auszuloben. Heinz Pieper (Wählergemeinschaft Twist) fragte nach dem Sinn des Wettbewerbs. Der Bürgermeister wies auf den erheblichen Planungsaufwand hin, der angesichts der Belastung durch Vorhaben wie Krippenneubauten die Kapazitäten des Fachbereichs übersteigt. Eine Übernahme des Entwurfs für das Feuerwehrhaus Twist sei nicht möglich, weil sich seit dessen Planung 2011 bereits neue Anforderungen ergeben haben. Jetzt brauche es Ideen, die die neuesten gesetzliche Bestimmungen genügen und den Bedürfnissen der Ortsfeuerwehr selbst. „Der Planungsaufwand wäre also ohnehin gegeben“, sagte Schmitz. Schwieters ergänzte, dass ein solcher Wettbewerb die Planungskosten nicht erhöht.

Ortsbrandmeister Helmut Grommel und Heinrich Wester (CDU) nannten einige Fragen, auf die sie sich zufriedenstellende Antworten erhoffen. Dazu zählten sie die genaue Ermittlung des Platzbedarfs, die Ausrichtung des Gebäudes auf dem Grundstück um Schäden an Fahrzeugen durch Sonneneinstrahlung, aber auch Unfallgefahren zu vermeiden und die Anordnung der Parkplätze für die Einsatzkräfte. Rudi Gaidosch (SPD) kommentierte, dass man daran den beträchtlichen Arbeitsaufwand für die Planer erkennen könne. Er sei froh, dass jetzt die Planungen beginnen.