Es darf mitgemischt werden Gemeinde Twist will eine politisch aktivere Jugend

Von Manfred Fickers

Bürgermeister Ernst Schmitz begrüßt die Mitmischer in der Sitzung des Ausschusses für Generationen und Ehrenamt. Foto: Manfred FickersBürgermeister Ernst Schmitz begrüßt die Mitmischer in der Sitzung des Ausschusses für Generationen und Ehrenamt. Foto: Manfred Fickers

Twist. Acht Handlungsempfehlungen und eine Projektidee sind das Ergebnis des Projekts „Werde Mitmischer ... in Twist“.

Kinder und Jugendliche sollen bei der Entwicklung der Gemeinde mitreden, wünscht sich der Gemeinderat. Daher ist im April 2017 die Agentur pro-t-in GmbH, Lingen, beauftragt worden, ein Konzept für eine stärkere Beteiligung dieser Altersgruppe an der Meinungsbildung und an Entscheidungen der Politik zu finden. Höhepunkte dieser Arbeit waren die beiden Jugendforen am 23. September und am 18. November bei denen Vertreter Altersgruppe 12 bis 16 vier Engagementfelder festgelegt haben, in denen sie mitwirken möchten.

Katharina Mehring, pro-t-in GmbH, stellte zusammen mit einer Gruppe jugendlicher Mitmischer im Ausschuss für Generationen und Ehrenamt acht Handlungsempfehlungen und eine Projektidee vor. Die Gemeinde sollte einen Koordinator für die Kinder- und Jugendbeteiligung benennen. Diese Person sollte Austauschtreffen organisieren, die Jugendlichen bei der Selbstorganisation unterstützen, was Kontakte zu Verantwortlichen und Experten, die Hilfe bei der Entwicklung von Strukturen und Reflexion über die Abwicklung von Projekten einschließt.

Die Jugendlichen wünschen einen Raum in zentraler Lage, den sie eigenverantwortlich nutzen können. Vorgeschlagen sind „Mitmischer“-Visitenkarten, damit sich die Aktiven ausweisen können. Das Funktionieren der Jugendbeteiligung sollte durch externe Coachings sichergestellt werden. Darüber hinaus könnte einmal jährlich ein Tages-Workshop zur Präsentation von Ergebnissen, zur Ansprache neuer Mitmischer und zur Diskussion zwischen jungen Leuten und Erwachsenen stattfinden.

Mit einer Projektidee verknüpft ist die Handlungsempfehlung, einen Projektantrag beim Programm „generationen³“ des Landesjugendrings zu stellen, erklärte Mehring. Gibt es eine Förderzusage, dann sollte am Thema Jugendparlament/politische Teilhabe gearbeitet werden, mit dem Ziel das Interesse von Jugendlichen an der Mitwirkung in der Politik zu erhalten und zu stärken. Im Namen der Jugendlichen empfahl Kristin Reuß den Ratsmitgliedern die Umsetzung der Handlungsempfehlungen. Katharina Mehring bescheinigte den Mitmischern, dass sie verantwortungsbewusst diskutiert haben. „Die Arbeit in Twist hat mordsmäßig Spaß gemacht.“

Bürgermeister Ernst Schmitz sagte, es sei gut, wenn Kinder und Jugendliche ihre Anliegen offen vorbringen. Dies bestätigten die Ausschussmitglieder in ihren Redebeiträgen und sprächen allen Beteiligten Anerkennung aus.