Kinderzahlen steigen an Gemeinde Twist plant für die nächsten Jahre

Von Manfred Fickers

Die Christophorusschule Twist dient den Ortsteilen Rühlermoor und Rühlerfeld als Grundschule. Foto: Manfred FickersDie Christophorusschule Twist dient den Ortsteilen Rühlermoor und Rühlerfeld als Grundschule. Foto: Manfred Fickers

Twist. Eine Prognose der Entwicklung der Schülerzahlen hat die Gemeindeverwaltung Twist dem Ausschuss für Schule, Sport und Kultur vorgelegt. Die Zahl der Kinder an den Grundschulen wird leicht zunehmen.

Vier Grundschulen hat die Gemeinde, die zurzeit von 380 Kindern besucht werden. Das sind 28 mehr als im Schuljahr 2016/2017, merkte Bürgermeister Ernst Schmitz bei der Vorstellung der Zahlen an. Diese Entwicklung werde sich in den nächsten Jahren bis zum Schuljahr 2020/2021 fortsetzen, dann besuchen voraussichtlich mehr als 400 Kinder die Grundschulen. Der folgende Jahrgang fällt schwächer aus, aber schon im Schuljahr 2022/2023 gebe es wieder einen stärkeren Einschulungsjahrgang. Schmitz wies auf einige Unsicherheiten bei der Prognose hin. Zuzüge und Abwanderung sind bei der auf Geburtenzahlen basierenden Berechnung nicht enthalten.

Es seien im Schnitt Jahrgangsstärken von 100 zu erwarten, sagte Schmitz. Diese verteilen sich recht ungleichmäßig auf die Schulen. Die Marienschule wird laut den Berechnungen in den nächsten Jahren zwischen 24 und 48 Kinder als Erstklässler aufnehmen müssen. Bei der Ansgarschule reicht die Spanne von 18 bis 34. Die Franziskusschule kann zwischen 16 und 22 Kinder pro Einschulung erwarten. Nur mit jeweils zwei Kombiklassen ist der Unterricht an der Christophorusschule und der Grundschule Adorf zu organisieren, hier werden pro Jahr zwischen fünf und elf Kinder eingeschult. Einzugsgebiet des Schulkindergarten an der Marienschule ist die ganze Gemeinde. Er wird derzeit von 13 Kindern besucht.

Eine verlässliche Vorhersage für die Oberschule der Gemeinde ist nicht möglich, weil Eltern ihre Kinder auch an Schulen in Nachbarorten anmelden. Von 77 Grundschulabsolventen aus der Gemeinde wurden zum Schuljahr 2017/2018 fast die Hälfte, 38, bei der Schule am See in Twist angemeldet. „Das ist die niedrigste Übergangsquote seit Bestehen der Oberschule“, merkte der Bürgermeister an. Drei Kinder aus Twist besuchen die Oberschule Johannesschule in Meppen, 14 das Gymnasium Marianum Meppen, 15 das Windthorst-Gymnasium Meppen, vier die Gesamtschule Lingen, ein Kind die Helen-Keller-Schule Meppen, eins die Martinus-Oberschule Haren und eins die Realschule Neuenhaus.