Am Donnerstag in Hildesheim SV Meppen: Zum Improvisieren fehlen die Spieler

Janik Jesgarzewski (l.) kehrt nach seiner Gelbsperre zurück ins Meppener Team. Foto: Werner ScholzJanik Jesgarzewski (l.) kehrt nach seiner Gelbsperre zurück ins Meppener Team. Foto: Werner Scholz 

Meppen. Was tut man, wenn man bereits die Relegation erreicht und das Titelrennen noch vor der Brust hat? Grundsätzlich probiert man vieles aus, schont vielleicht auch den einen oder anderen Spieler im gewissen Maße. Beim Spitzenreiter der Fußball-Regionalliga, dem SV Meppen, ein eher schwieriges Unterfangen. Vor dem Spiel beim VfV Borussia Hildesheim am Donnerstag (18.15 Uhr) fehlen Trainer Christian Neidhart zahlreiche Spieler.

Thorben Deters (Mittelhandbruch), Max Kremer (Innenbanddehnung), Marius Kleinsorge (im Aufbautraining nach Muskelfaserriss), Julian Püschel (erneute Verletzung nach Muskelfaserriss), Jonas Hoge (Schambeinentzündung) und David Vrzogic (Gehirnerschütterung) fallen definitiv aus. Ein Fragezeichen steht hinter dem Einsatz von Menno Heerkes, der im Spiel der zweiten Mannschaft einen Schlag auf den Spann erlitt.

Dünne Personaldecke

„Vielleicht werden wir in den verbleibenden Spielen den einen oder anderen auch mal schonen, eventuell auch Veränderungen reinbringen. Wenn man aber auf sechs Spieler verzichten muss, hat man da auch nicht mehr so viele Möglichkeiten, um zu improvisieren“, erklärt Neidhart die angespannte personelle Situation. „Ich habe aber ein, zwei Sachen im Kopf, die wir im Vergleich zum Norderstedt-Spiel verändern werden.“

Jesgarzewski kehrt zurück

Klar ist, dass Janik Jesgarzewski nach seiner Gelbsperre wieder einsatzfähig ist, Sebastian Schepers wird voraussichtlich Vrzogic ersetzen. „Schepers ist bereits angeschlagen in das Spiel gegen Norderstedt hereingekommen. Ich hoffe, dass er es von Beginn an schafft“, sagt Neidhart. Hildesheim hat jedoch selbst einige Probleme – sowohl personelle als auch tabellarische.

Das Restprogramm des SV Meppen. Grafik: NOZ/Heiner Wittwer

„Die Mannschaft ist verunsichert“

Angreifer Garrit Golombek fällt mit einem Meniskusanriss aus, in der Tabelle steht Hildesheim mit dem Rücken zur Wand. Mit 30 Punkten hat die Mannschaft von Trainer Mario Block gerade einmal zwei Punkte Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz. „Die Mannschaft ist zurzeit sehr verunsichert, die Stimmung scheint nicht gut zu sein in Hildesheim“, sagt Neidhart, der die Domstädter am Montag bei der Heimpleite gegen die U23 von Eintracht Braunschweig (0:3) beobachtete.

Schlechte Erinnerungen an Vorsaison

Auch ohne einen Blick auf die Tabelle weiß man: Meppen reist als absoluter Favorit nach Hildesheim. Dennoch erwartet Neidhart ein „schweres Spiel“. Das Hinspiel gewannen die Emsländer mit 2:0 in der Hänsch-Arena, schlechte Erinnerungen hat der SVM-Coach jedoch an das 0:1 aus der Vorsaison: „Damals hatten wir die komplette erste Elf verletzungsbedingt nicht dabei.“ Bemerkenswert: Zwar steckt Hildesheim spätestens nach dem 0:3 gegen Braunschweig tief im Abstiegskampf, dennoch weist die Mannschaft gemessen an den Gegentoren (28) die viertbeste Defensive der Liga auf.

Gute Ausgangsposition im Titelrennen

Am vergangenen Wochenende lösten die Emsländer das Relegationsticket. Einen Grund zum Feiern sieht Neidhart nicht. Diesen hätte man, wenn man nach 34 Spieltagen immer noch an der Tabellenspitze steht. „Wir haben einen Haken hinter die Relegation gesetzt. Ich will Meister werden, dann können wir auch das erste Bierchen trinken. Bislang haben wir nichts erreicht“, erklärt Neidhart auch, dass man seit dem zweiten Spieltag an der Spitzenposition steht und sich belohnen möchte. Die Ausgangssituation mit aktuell zehn Punkten Vorsprung auf Weiche Flensburg ist da selbsterklärend komfortabel.


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