Jonas Hoge war verletzt SV Meppen: Warum ein Spieler auf der Bank saß, der nicht spielen konnte

Jonas Hoge saß am Wochenende in der Regionalliga verletzt auf der Meppener Bank. Das Foto zeigt ihn beim Spiel der zweiten Mannschaft gegen den SC Spelle-Venhaus mit Artem Popov. Foto: ScholzJonas Hoge saß am Wochenende in der Regionalliga verletzt auf der Meppener Bank. Das Foto zeigt ihn beim Spiel der zweiten Mannschaft gegen den SC Spelle-Venhaus mit Artem Popov. Foto: Scholz

Meppen. Im Trubel um die Relegation hat es kaum jemand gemerkt: Beim 3:0-Sieg gegen Eintracht Norderstedt saß auf der Ersatzbank des SV Meppen ein verletzter Fußballer, der gar nicht hätte spielen können. Jonas Hoge pausiert nämlich wegen einer Schambeinentzündung.

Trainer Christian Neidhart ist bei der Planung kein Fehler unterlaufen. Im Gegenteil. Nach der sogenannten U-23-Regel müssen im 18-er-Kader auf dem Spielberichtsbogen vier Akteure vor dem Stichtag 1. Juli 2016 jünger als 23 Jahre gewesen und zudem für eine deutsche Auswahl spielberechtigt sein. „Da muss man aufpassen“, weiß der Coach.

Junge Talente ausgefallen

Vor der Partie gegen Norderstedt fielen reihenweise junge Spieler aus: Janik Jesgarzewski war nach der fünften Gelben Karte gesperrt, Marius Kleinsorge (Muskelfaserriss) fehlte wie Thorben Deters, für den nach dem Mittelhandbruch eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung vorliegt, verletzt. Hoge fällt schon seit Wochen aus, Julian Püschel war gerade erst wieder ins Training eingestiegen.

U-23-Duo in der Startelf

Da in der Startelf nur Torwart Jeroen Gies und Mirco Born die Bedingungen der U-23-Regel erfüllten, musste der SVM als noch zwei junge Talente auf die Bank setzen. Zum einen Julian Püschel, der in den letzten Minuten der Partie immerhin noch zu seiner Regionalliga-Premiere gekommen ist, sowie Hoge, der zwar nicht hätte spielen können, aber in den Genuss der Prämie gekommen ist.„Wir haben Jonas die Situation erklärt. An der U-23-Regel kommt man nicht vorbei“, betont Neidhart.

Cordes in Lüneburg dabei

Beim Sieg eine Woche zuvor in Lüneburg hatte mit Fabian Cordes ein Jugendspieler auf der Bank gesessen. Auch dort waren die U-23-Spieler knapp geworden beim SVM: Bis auf Gies, Born und Jesgarzewski waren alle anderen jungen Akteure verletzt. Weil die A-Junioren schon einen Tag zuvor gespielt hatten, rückte deren Kapitän Cordes, der einen Vertrag für die nächsten beiden Jahre erhalten hat, in den Kader.

Für die Partie in Hildesheim macht sich Neidhart noch Gedanken. Nicht ausgeschlossen, dass dort wieder ein Nachwuchskicker oder ein angeschlagener Spieler auf der Bank sitzt.


0 Kommentare