Vor dem Havelse-Heimspiel SV Meppen: Jesgarzewski blüht auf, Kleinsorge vor Rückkehr

Im Duell mit Wolfsburgs Amara Condé: Janik Jesgarzewski (links). Der 23-jährige Rechtsverteidiger zählte in den letzten Wochen zu den besten Meppenern. Foto: ScholzIm Duell mit Wolfsburgs Amara Condé: Janik Jesgarzewski (links). Der 23-jährige Rechtsverteidiger zählte in den letzten Wochen zu den besten Meppenern. Foto: Scholz

Meppen. Etwas mehr Freizeit als sonst hatten die Fußballer des SV Meppen nach Beendigung der englischen Woche. Anderthalb Tage gönnte das Trainerteam den Spielern nach dem Samstagspiel gegen Wolfsburg II Pause. Seit Dienstag gilt die Konzentration dem Heimspiel gegen Havelse (Samstag, 16 Uhr).

Am Dienstag traf sich der SVM wieder zum Training, nachdem die Akteure eine selbstständige Einheit im Fitnessstudio absolviert hatten.

Kleinsorge trainiert individuell

Für Marius Kleinsorge stehen am Dienstag und Mittwoch nach dessen Muskelfaserriss noch Einheiten mit Physiotherapeut Daniel Vehring auf dem Programm. Voraussichtlich am Donnerstag wird er zurück im Mannschaftstraining erwartet, sodass der Rechtsaußen am Samstag im Heimspiel gegen Havelse dabei sein dürfte. Das erste Spiel nach ihren Blessuren gut weggesteckt haben Torjäger Benjamin Girth und Thilo Leugers. Offen ist noch, wann genau und ob Thorben Deters mit Manschette spielen darf. Der 21-Jährige war Ende Februar an seinem gebrochenen Mittelhandknochen operiert worden. „Aber das dauert noch ein, zwei Wochen“, geht Trainer Christian Neidhart nicht von einem Einsatz in der nächsten Punktspielpartie aus.

Posipals Sperre noch offen

Wie lange Patrick Posipal nach seiner Roten Karte aus dem Pauli-Spiel gesperrt sein wird, ist immer noch nicht klar. Bislang liegt den Verantwortlichen des SV Meppen nur der Bericht des Schiedsrichters vor. „Jetzt müssen wir das Urteil abwarten“, so Neidhart.

Jesgarzewski steigert sich

Auffallend positiv entwickelt hat sich in den letzten Wochen Janik Jesgarzweski. „Ich habe diesbezüglich schon vor zwei Wochen mit Janik darüber gesprochen und ihm gesagt, dass er dieses Niveau jetzt halten muss.“ Jesgarzewski habe sich gesteigert und in den letzten Spielen zu den besten Spieler gehört, ergänzte der Coach.

Arbeit geht immer weiter

Obwohl Meppen über den mit Abstand besten Angriff der Liga (61 Tore in 25 Begegnungen) verfügt und siebenmal zu null spielte, gibt es beim Tabellenführer nach wie vor Verbesserungsbedarf - sowohl offensiv als auch in der Rückwärtsbewegung. Das gehöre zur alltäglichen Arbeit dazu, sagte Neidhart. „Wir machen viele Spielformen, auch mit sechs Toren, wo wir gerade auch am Verschieben arbeiten.“ Wolfsburg habe noch einmal eine andere Qualität an Spielern als andere Teams. Eine Qualität, die Neidhart auch in einer möglichen Relegation erwartet.

Nicht als Vize in die Relegation

Angesichts von 17 Punkten Vorsprung auf den VfB Lübeck, der als einziger Verein neben Meppen den Drittligaantrag gestellt hat, wird die Relegation immer wahrscheinlicher. Weil aber der Tabellenzweite Weiche Flensburg weiter punktet und bei einem Sieg im Nachholspiel bis auf acht Punkte an Meppen heranrücken kann, treibt Neidhart seine Mannschaft weiter an. „Dass die Situation so ist wie sie ist, ist nach wie vor überragend. Damit hätte vor der Saison keiner gerechnet.“ Man müsse aber weiter den Ball flachhalten. „Erstmal den ersten Step schaffen. Und dann musst du viel, viel Glück haben in den Aufstiegsspielen.“ Neidhart will nicht als Vizemeister in die Relegation gehen. „Wenn du die ganze Saison oben warst, dann willst du auch oben bleiben. Wobei du als Meister eh nur ein Dankeschön kriegst. Entscheidend ist, das du die Relegation spielst und versuchst, aus der Liga rauszukommen.“


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