2:0 in Drochtersen SV Meppen mühsam – aber effektiv


Drochtersen. Der SV Meppen mühte sich beim SV Drochtersen/Assel zum 18. Saisonsieg. Beim 2:0 (1:0) wirkte der Spitzenreiter weniger souverän, dafür aber gnadenlos effektiv.

Die Mannschaft von Trainer Christian Neidhart hatte kaum mehr Möglichkeiten als bei den Toren von Marius Kleinsorge (13.) und Max Kremer (86.). Es reichte dennoch zum ersten Auswärtssieg 2017. Der Gastgeber verlor nach sieben Monaten wieder ein Heimspiel. Das zweite in dieser Saison. Neidhart hatte sich für Kremer als Vertreter für den verletzten Torjäger Benjamin Girth entschieden. Francky Sembolo nahm zunächst auf der Bank Platz.

Drochtersen mit langen Bällen

Der Gastgeber versteckte sich auch mit seiner Fünferkette keinesfalls. Mit langen Bällen suchte er seine Chance. Der siebenfache Torschütze Alexander Neumann sorgte für den ersten Aufreger und vergab im Doppelpack: Zunächst blockte die vielbeinige SVM-Abwehr den Schuss ab, dann rettete Torwart Benjamin Gommert. (Den Liveticker zum Nachlesen finden Sie hier)

Gnadenlose Effektivität

Der Gast erwies sich wieder einmal als Ausbund der Effektivität: Über Marcel Gebers und Martin Wagner kam das Leder zu Marius Kleinsorge. Der wuselige Angreifer setzte sich an der Strafraumgrenze durch und knallte den Ball ins linke untere Eck. Die Führung für die Emsländer. Die Hoffnung von Drochtersens Keeper Patrick Siefkes auf das achte Spiel ohne Gegentreffer war bereits nach 13 Minuten beendet. Der Schuss von Mirco Born wurde abgeblockt.

Kleinsorge verletzt sich

Die Meppener Anspiele in der Offensive waren nicht immer präzise. Zu allem Überfluss musste Kleinsorge nach 37 Minuten verletzt vom Platz. Er hatte schon in der Anfangsphase an die Schulter gegriffen, schied aber wohl wegen Oberschenkelbeschwerden aus. Für ihn kam Sembolo, der in die Spitze rückte, dafür wechselte Kremer auf den Flügel. Der Gastgeber hielt beherzt gegen, hatte mit Marius Winkelmann einen starken Akteur vor der Abwehr. Der SVM ließ dem Gegner vor dem eigenen Strafraum einige Male etwas zu viel Raum. Jasper Gooßen (23.) und Finn-Patrick Gierke (38.) prüften Gommert. Doch der 31-Jährige war nicht zu überwinden.

„Zieht den Meppenern die Gummistiefel aus“

Drochtersen/Assel spürte, dass mehr möglich war, sorgte nach dem Wechsel für mehr Druck. Die Meppener wurden zurückgedrängt, aber vor dem Tor fehlte dem Gastgeber die letzte Konsequenz. Es blieb bei den Gesängen auf der Tribüne: „Zieht den Meppenern die Gummistiefel aus.“ Die Antwort gab Kremer mit dem 2:0.


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