Vertrag gilt für zwei Ligen Torjäger Girth setzt Zeichen beim SV Meppen



Belek. Der SV Meppen macht Nägel mit Köpfen: Benjamin Girth bleibt mindestens noch ein, im Fall des Aufstiegs sogar noch zwei Jahre. „Ich will ein Zeichen setzen“, erklärte der 24-jährige Torjäger des Regionalliga-Spitzenreiters.

In Sachen Vertragsverlängerung wollte Girth vorangehen. „Ein Signal an die anderen Spieler, dass es in der nächsten Saison in jedem Fall weitergeht. Egal, in welcher Liga.“ Es bleibe nicht bei einem starken Jahr in Meppen. Kurzfristiges Ziel sei die Verteidigung des Vorsprungs in der Regionalliga. Dann könne sich das Team auf die Relegation konzentrieren. „Mal sehen, was da geht.“ Girths Vertrag ist zusätzlicher Ansporn: Für die Regionalliga gilt er nur bis 2018. Sollte der SV Meppen aufsteigen, würde der Fußballer länger bleiben. In der Dritten Liga gilt der Kontrakt für zwei Jahre.

Girth betonte, dass er sich mit anderen Anfragen überhaupt nicht beschäftigt habe. „Ich will hier Fuß fassen und über mehrere Serien spielen.“ Ihm gefalle die Harmonie „und wie sich alle auf den Fußball konzentrieren.“

Sportvorstand Heiner Beckmann hat sich im Trainingslager in der Türkei mehrfach mit Girths Berater Toni Kierakowitz getroffen, der auch die Interessen von Marius Kleinsorge und Neuzugang Marcel Gebers vertritt. Jetzt erzielte der Meppener Einigung mit dem Spieler, der die interne Torjägerliste des Regionalliga-Spitzenreiters mit insgesamt zwölf Treffern anführt. Damit liegt er in der Wertung der Regionalliga Nord auf Rang zwei. Hinter dem Havelser Deniz Undav und gleichauf mit dem Flensburger André Guder. Zudem bereitete Girth mindestens noch fünf Treffer seiner Mitspieler vor.

Über die wichtige Personalie freute sich auch Trainer Christian Neidhart . „Benny fühlt sich in Meppen pudelwohl, er weiß, was hier läuft, kommt mit Mannschaft und Trainerteam gut klar.“ Es spreche für den Angreifer, dass er sich mit den Zielen des Vereins identifiziere. „Er wollte ein Zeichen setzen, dass alle den Gedanken haben sollten, dass die Mannschaft zusammenbleiben muss, weil sie noch einiges erreichen kann“, erklärte der Coach.

Der 24-jährige Angreifer war zu Beginn dieser Serie vom Südwest-Regionalligisten Hessen Kassel ins Emsland gekommen . Für den SVM stand er bei 17 Punktspieleinsätzen insgesamt 1473 Minuten auf dem Platz.

Der klassische Mittelstürmer wurde in Magdeburg geboren. In der Jugend spielte er für Magdeburger SV Börde, den 1. FC Magdeburg und RB Leipzig. Über die U-23-Teams von Magdeburg und Leipzig kam er zum VFC Plauen (25 Spiele/15 Tore) und Kassel (59/16). In Meppen spielte Girth eine starke Hinrunde, gefiel auch durch einige abgezockte Tore.

Neidhart kannte den Spieler noch aus dessen Zeit in Plauen, wo Girth mit dem ehemaligen Meppener Kevin Landgraf kickte. In Kassel hatte er mit dem Ex-SVer Sergej Schmik zusammengespielt. Dort wurde Girth der Niederländer Sylvano Comvalius vor die Nase gesetzt, den er jetzt im Trainingslager wiedergetroffen hat. Der ukrainische Erstligist PFK Stal Kamyanske wohnt im selben Hotel wie der SVM.

„Das ist genau der Spielertyp, der uns noch gefehlt hat“, hatte Beckmann schon im Sommer zur Verpflichtung des körperlich robusten Spielers erklärt, der auch „dahin geht, wo es wehtut“. Girth könne vorne die Bälle festmachen, um entweder seine nachrückenden Mitspieler in Szene zu setzen oder um Eins-gegen-Eins zu gehen. „Benny hat die Erwartungen erfüllt“, betonte Beckmann.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN