Defensivspieler aus Zwickau Gebers kommt zum SV Meppen, Neumann bleibt

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Das Ziel des SV Meppen ist die Meisterschaft: Stefan Gette, Marcel Gebers, Heiner Beckmann, Christian Neidhart und Mario Neumann. Foto: Uli MentrupDas Ziel des SV Meppen ist die Meisterschaft: Stefan Gette, Marcel Gebers, Heiner Beckmann, Christian Neidhart und Mario Neumann. Foto: Uli Mentrup 

Meppen. Fußball-Regionalliga-Spitzenreiter SV Meppen hat noch einen erfahrenen Spieler für die Rückrunde verpflichtet: Marcel Gebers kommt vom Drittligisten FSV Zwickau. Zudem bleibt Ko-Trainer Mario Neumann zwei weitere Jahre im Emsland.

Nach Rücksprache mit dem Vorstand hatten Trainer Christian Neidhart und Mario Neumann sich nach einer kurzfristigen Verstärkung umgeschaut. „Wir haben nur 21 Spieler im Kader, davon zwei Torwarte und drei junge Spieler. Thilo Leugers ist noch verletzt“, erklärte der Coach. „Wir müssen dafür Sorge tragen, dass das Optimale herausholen und in der Tabelle möglichst oben bleiben“, stellte der 48-Jährige fest. Da der SVM in der Offensive gut besetzt sei, habe er sich entschlossen, einen defensiven Fußballer zu verpflichten. „Es soll für jeden deutlich werden, dass wir unser Ziel auch erreichen wollen“, erinnerte Sportvorstand Heiner Beckmann an die Verletzungsmisere der Rückrunde, als phasenweise bis zu zehn Spieler fehlten.

30-Jähriger ehrgeizig

Neidhart ist sicher, dass der SVM mit dem ehrgeizigen Gebers einen Spieler gefunden hat, der den Verein sofort weiterbringen kann. „Marcel ist erfahren, kann in der Innenverteidigung, auf der Sechser-Position und auf der rechten Seite der Kette spielen“, beschreibt er den vielseitigen Neuzugang. „Er weiß, was auf uns zukommen kann.“ Zudem habe der ausgesprochen ehrgeizige 30-Jährige dem Verein das Gefühl gegeben, dass er unbedingt in Meppen spielen wolle. Das sei Grundvoraussetzung für die Verpflichtung gewesen. Gebers passe in „die sehr intakte Mannschaft“, in die er sich jetzt einfügen müsse, und ins Gehaltsgefüge, betont der Coach. „Wenn Marcel nicht gekommen wäre, hätten wir keinen anderen Spieler geholt. Wir haben niemanden für die Breite gesucht.“

Mit Kiel aufgestiegen

Gebers, der über Spielpraxis in einer Vier- und einer Dreierkette verfügt, ist zudem torgefährlich. In 56 Drittliga-Spielen erzielte er fünf Treffer. Außerdem kam er schon dreimal in der Relegation für Holstein Kiel zum Einsatz. 2013 steuerte in den beiden Duellen zum Drittligaaufstieg gegen Hessen Kassel einen Treffer bei. Die Zweitliga-Qualifikation verpasste er mit Kiel gegen 1860 München. Der 1,89 Meter lange Spieler traf in seiner Laufbahn viermal mit dem VfB Lübeck auf den SV Meppen. Dabei verlor der gebürtige Soltauer dreimal. Am 29. Oktober 2011 reichte es zu einem 1:1 an der Lohmühle. Michael Holt hatte die Emsländer in Führung geschossen. Aus dem aktuellen SVM-Kader waren Benjamin Gommert, Sebastian Schepers und Jens Robben dabei. Gebers konnte sich an die Spiele gegen den SVM nicht mehr erinnern.

Von Offenbach nach Zwickau

Gebers kam zu Saisonbeginn von Offenbach nach Zwickau, wo vor rund 30 Jahren SVM-Ko-Trainer Mario Neumann das Tor hütete. Bei den Westsachsen war Gebers, der einen Vertrag bis 2018 unterzeichnet hatte, zunächst Stammspieler. Er absolvierte elf Punktspiele. Zuletzt kam er bei Trainer Torsten Ziegner eher selten zum Einsatz. „Ich war mir nach dem ersten Gespräch sicher, dass ich nach Meppen will“, erklärte er. Er machte deutlich, dass er noch einmal in der Dritten Liga spielen will. „Das können wir hier schaffen.“

Planungen abgeschlossen

Beim SVM unterzeichnete Gebers einen Kontrakt bis zum Saisonende. Ein Anschlussvertrag hätte nur in der Dritten Liga Gültigkeit. Neidhart dankte dem Vorstand für die Möglichkeit, noch einen Spieler zu holen. Damit seien die Planungen abgeschlossen. „Wir mussten kein zusätzliches Geld aufnehmen“, erklärte Vorstandsmitglied Stefan Gette. Ermöglicht worden sei die Verpflichtung auch durch gestiegene Zuschauerzahlen, betonte Neumann.

Ko-Trainer sagt für zwei Jahre zu

Gleich für zwei weitere Jahre sagt Neumann beim SVM zu. „Ich bin überzeugt, dass es passt“, sagte der 50-Jährige, der schon seit 2015 an der Seite von Neidhart im Emsland engagiert ist. „Ich fühle mich hier wohl, es macht Spaß“, war für Neumann die Fortsetzung der Zusammenarbeit nur ein logischer Schritt nach kurzer Verhandlung „fast nebenbei“. „Es stimmt auch menschlich“, urteilte Gette. Neumann soll künftige auch Teile der Arbeit eines Teammanagers übernehmen. Dabei wird Zeugwart Markus Krüssel ihn unterstützen.

„Das Beste herausholen“

Neumann hat das Ziel klar formuliert: „Man kann als Spitzenreiter mit neun Punkten Vorsprung niemandem erzählen, dass man nicht Meister werden will. Alles andere muss sich zeigen.“ Jetzt sei es wichtig, die Spieler fit zu machen, „um das Beste herauszuholen.“ Vielleicht könne sich der bei der Mitgliederversammlung erwähnte Traum, 30 Jahre nach dem Zweitligaaufstieg wieder etwas zu bewegen, erfüllen. „Eine gewisse Euphorie ist da.“


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