Seit 2013 im Emsland Trainer Neidhart bleibt bis 2019 beim SV Meppen

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Bei der Vertragsverlängerung: Trainer Christian Neidhart, der bis 2019 beim SV Meppen bleibt, sowie die Vorstandsmitglieder Stefan Gette und Heiner Beckmann (v.l.). Foto. Uli MentrupBei der Vertragsverlängerung: Trainer Christian Neidhart, der bis 2019 beim SV Meppen bleibt, sowie die Vorstandsmitglieder Stefan Gette und Heiner Beckmann (v.l.). Foto. Uli Mentrup

Meppen. Der SV Meppen setzt im Rennen um die Meisterschaft ein Zeichen: Der souveräne Spitzenreiter der Nordstaffel verlängerte den Vertrag mit Trainer Christian Neidhart um zwei Jahre bis 2019.

„Wir sind uns schnell einig geworden. Christian Neidhart hat in vier Jahren in Meppen gezeigt, dass er ein guter Trainer ist, eine Mannschaft formen und erfolgreich sein kann“, stellte Sportvorstand Heiner Beckmann sichtlich zufrieden fest und verwies auf die gute Zusammenarbeit. „Es hat keine Muskelspiele gegeben“, lachte das für den finanziellen Bereich zuständige Vorstandsmitglied Stefan Gette nach der vorweihnachtlichen Vertragsunterschrift.

Auch andere Angebote

„Ich fühle mich wohl in Meppen“, erklärte Neidhart, der sich über das Vertrauen des Vereins in seine Person freute. „Das ist ja nicht selbstverständlich.“ Der 48-Jährige, der 2013 beim SVM anheuerte und das Team in die Spitzengruppe der Liga und aktuell sogar mit neun Punkten Vorsprung an die Tabellenspitze führte, hatte nach eigenen Angaben auch interessante Anfragen von höherklassigen Klubs, aber nicht als Cheftrainer. „Damit habe ich mich aber null beschäftigt.“ Er wertet seine frühe Unterschrift als klares Signal auch an die Spieler. Sie wüssten jetzt, wie es in der nächsten Saison weitergehe. „Wir haben etwas geschafft. Der Weg ist noch nicht zu Ende.“

Zweigleisige Planung

Der SVM muss allerdings zweigleisig planen: Für die Dritte Liga, falls er sich in der Meisterschafsrunde und in der folgenden Relegation durchsetzen sollte, oder für den Verbleib in der Regionalliga. Aber durch Verträge würden die Spieler „auch eine gewisse Sicherheit gewinnen“, erwartet Neidhart sogar eine zusätzliche Motivation. Der Verein will möglichst viele Spieler aus dem aktuellen Kader halten. Dabei weiß er, dass sich die Kicker in den Blickpunkt gespielt haben.

„Noch 15 Endspiele“

„Wir wollen nicht bis Ende Mai auf die letzte Unterschrift warten“, erklärte der Trainer kategorisch. Der SVM wolle nur Spieler halten, die sich mit den Zielen identifizierten. „Wer die Situation ausreizen will, muss woanders hingehen. Wir sind auch dafür gewappnet.“ Vorstand und Trainer wünschen sich, dass sich die Spieler in den nächsten Monaten ganz „auf die 15 Endspiele in der Rückrunde“ konzentrieren. Deswegen wird Beckmann im Trainingslager die Vertragsgespräche weiter forcieren. „Wir haben ein Ziel. Und gute Möglichkeiten, es auch zu erreichen.“


Christian Neidhart

Der am 1. Oktober 1968 geborene Braunschweiger spielte als Jugendlicher für die Eintracht. Für Braunschweig war er danach in der zweiten Mannschaft aktiv. Über Wacker Burghausen (1988) fand er den Weg zum VfL Osnabrück (1988 - 1993), der ihn an Sachsen Leipzig (1991) auslieh. Für die Lila-Weißen absolvierte Neidhart 67 seiner 68 Zweitligaspiele, in den er zehn Tore erzielte. Flensburg 08 (1993), TSV Nord Harrislee (1994), der BV Cloppenburg (1996) und der chinesische Erstligist chinesische Erstligist Chengdu Tiancheng (1998) und waren die weiteren Stationen. In der Saison 2001/02 wurde Neidhart als Ko-Trainer mit dem VfB Oldenburg, für den er in dieser Zeit auch acht Punktspiele absolvierte, Meister der Oberliga. Danach war er sieben Jahre bei Hansa Friesoythe tätig. Beim SV Wilhelmshaven begann Neidhart 2010 als Ko-Trainer, ein Jahr später wurde er Chef. 2013 wechselte er zum SV Meppen, bei dem er neben dem Traineramt zunächst auch noch die Position des Sportlichen Leiters übernahm. Mit den Blau-Weißen belegte er am Saisonende die Plätze vier, acht und fünf. In der Saison 2014/15 führte der in Cloppenburg wohnende Coach den SV Meppen erstmals seit 16 Jahren wieder in den DFB-Pokal. Zur Winterpause der aktuellen Serie führen die Blau-Weißen die Tabelle mit neun Punkten Vorsprung an. Neun Siege in den ersten neun Spielen bedeuteten eine neue Bestmarke.

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