Sonntag in Flensburg Meppens Dauerbrenner Jesgarzewski fehlt im Schlager

Gut lachen hatten die Torschützen beim 3:0-Sieg des SV Meppen in der Hinrunde gegen Weiche Flensburg: Martin Wagner, Benjamin Girth und Marius Kleinsorge (v.l.) sind beim Schlagerspiel am Sonntag in der nördlichsten Regionalliga-Stadt Deutschlands dabei. Foto: Werner ScholzGut lachen hatten die Torschützen beim 3:0-Sieg des SV Meppen in der Hinrunde gegen Weiche Flensburg: Martin Wagner, Benjamin Girth und Marius Kleinsorge (v.l.) sind beim Schlagerspiel am Sonntag in der nördlichsten Regionalliga-Stadt Deutschlands dabei. Foto: Werner Scholz 

Meppen. Spitzenreiter SV Meppen muss im Schlager beim Tabellendritten ETSV Weiche Flensburg am Sonntag um 14 Uhr auf den erkrankten Abwehrspieler Janik Jesgarzewski verzichten. Das Ziel von Trainer Christian Neidhart ändert sich aber nicht: „Wir wollen etwas mitnehmen.“

Jesgarzewski ist neben Innenverteidiger Jovan Vidovic der einzige Spieler, der in allen 18 Punktspielen von der ersten bis zur letzten Minute dabei war. Jetzt legt eine Grippe den Dauerbrenner lahm. Der 22-Jährige hatte Donnerstag beim Training gefehlt und klagte auch am Freitag noch über Fieber.

Meppen mit Alternativen

„Wir haben Alternativen“ , stellte Neidhart wie schon in der Vorwoche fest. Da hatte der verletzte Marius Kleinsorge sich aber noch zurückgemeldet und das Siegtor in Braunschweig geschossen. Marc Schnier, der zuletzt auf der Bank saß, und David Vrzogic, der links in der Viererkette spielte, sind Kandidaten. Da die Emsländer zuletzt fast immer positionsbezogen wechselten, spricht viel für Schnier. Sonst müssten die Blau-Weißen, die schon Samstag anreisen, zweimal umstellen. Das wäre die Chance für Sebastian Schepers auf der angestammten linken Seite.

Leugers dabei

Nicht zur Verfügung stehen in Flensburg die jungen Julian Püschel (Magen-Darm-Grippe) und Youri ter Arkel (leichte Bänderdehnung). Thilo Leugers beißt erneut die Zähne zusammen. Nach dem Spiel am Sonntag wird entschieden, wie seine Schambeinentzündung in der Winterpause weiterbehandelt wird.

Weiche unter Druck

Die Gastgeber, die nach einer Serie von vier sieglosen Spielen mit nur zwei Zählern neuen Schwung suchen, weisen bereits 14 Punkte Rückstand auf die Emsländer auf. Aufgeben wollen sie noch nicht. Die Schleswig-Holsteiner, die daheim und auswärts je 15 Punkte sammelten, stehen also gehörig unter Druck. Coach Daniel Jurgeleit „wird sich etwas einfallen lassen“, meint SVM-Ko-Trainer Mario Neumann, der ein Duell zwei Kontrahenten erwartet, die alles versuchen werden, die Punkte mitzunehmen.

Viele Spieler aus Kiel

Die Flensburger, die in der nächsten Saison mit dem Ortsrivalen 08, für den Neidhart von 1992 bis 1995 spielte, zum SC Weiche Flensburg 08 fusionieren wollen, planen mittelfristig für die Dritte Liga. Auf dem Weg dorthin setzt Jurgeleit auf Spieler aus der Landeshauptstadt Kiel. Bei Holstein waren auch schon die gefährlichsten Schützen René Guder (12 Tore) und Tim Wulff (4) tätig. Wulff hat im direkten Duell mit dem SVM immerhin schon drei Treffer erzielt. Ein Tor besser ist der Meppener Max Kremer.

Gute Ausgangslage

„Wir kennen Flensburg gut“, betont Neidhart, der in einer Liga, in der (fast) jeder jeden schlagen kann, alle Konkurrenten im Blickfeld hat. Seiner Mannschaft kommt die gute Ausgangslage entgegen. „Vor ein paar Wochen wollten wir nur als Tabellenführer in die Winterpause gehen. Jetzt haben wir schon neun Punkte Vorsprung vor dem Tabellenzweiten VfB Lübeck“, stellt Neidhart fest.

SVM will Abstand wahren

Den Abstand wollen die Emsländer möglichst wahren. „Da setzen wir uns selbst unter Druck“, betont der Coach, der seine Spieler nach der Partie in Flensburg in die Winterpause schickt und am 4. Januar zur ersten Einheit 2017 erwartet.


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