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Meppen besiegt Lupo Martini Wolfsburg mit 3:1 SV Meppen beschenkt Fans im letzten Heimspiel des Jahres


Meppen. Nur ein 2:2 hatte der direkte Verfolger VfB Lübeck am Samstag gegen den BSV Rehden zustande gebracht. Die große Chance des Fußball-Regionalligisten SV Meppen, seinen Vorsprung weiter auszubauen – er nutzte sie direkt im Anschluss. Mit 3:1 (2:0) schlug die Mannschaft von Trainer Christian Neidhart zu Hause den Aufsteiger U.L.M. Wolfsburg.

Mit beruhigenden sieben Punkten Vorsprung verabschiedete sich der SVM von seinen Anhängern. „Danke!!!“ leuchtete bereits vor der Partie auf der Leinwand der Hänsch-Arena auf. Die Meppener bedankten sich bei ihren Fans und Sponsoren mit einer Videobotschaft. Anschließend ließen die Gastgeber vor 2167 Zuschauern Taten sprechen – und wie. Angreifer Benjamin Girth hatte bereits nach fünf Minuten die Führung auf dem Fuß, im letzten Moment wurde er noch abgedrängt.

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Wolfsburg konzentriert sich auf Defensive

Meppen trat dominant auf und wurde seiner Favoritenrolle in den spielerischen Belangen gerecht. Die Neidhart-Elf hatte Lust – Lust auf den nächsten Dreier. Der Tabellen-13. konzentrierte sich indes ausschließlich aufs Verteidigen mit gelegentlichen Konteransätzen. „Wir haben das in der ersten Halbzeit richtig gut gemacht, ganz ruhig haben wir von hinten raus gespielt“, sagte Neidhart.

Meppen gönnt sich Auszeit und trifft

Wolfsburg stand hinten sicher, selten kam Meppen direkt vor das gegnerische Tor. Wieder Girth prüfte Gäste-Keeper Marius Sauss per Kopf, doch der Versuch war zu harmlos (19.). Nach gut einer halben Stunde fand Wolfsburg besser ins Spiel. Um genau zu sein: Meppen nahm sich eine Auszeit. Die drückende Überlegenheit verblasste. Genau in dieser Phase fanden die Hausherren den so wichtigen Dosenöffner – 1:0 (33.). Einen zumindest fragwürdigen Freistoß aus 17 Metern verwandelte Girth.

Born startet durch

Die Meppener legten noch vor der Pause nach. Mirco Born startete über rechts, ließ Wolfsburgs Abwehr alt aussehen und bediente Girth in der Mitte mustergültig. Der Angreifer erzielte mit seinem elften Saisontor das 2:0 (42.). Schiedsrichter Murat Yilmaz aus Hamburg erlöste die Gäste und pfiff pünktlich zur Halbzeit.

Starke Innenverteidigung

Die Neidhart-Elf machte nach dem Seitenwechsel anfangs da weiter, wo sie aufgehört hatte. Weiter suchte sie ihr Glück in der Offensive, allerdings durchaus verhaltener als sie das noch in der ersten Halbzeit versucht hatte. Wolfsburg wurde stärker und setzte den Spitzenreiter unter Druck. Nach einem eigenem eigenen Eckstoß liefen die Meppener in einen Konter, den Andrea Rizzo zum 1:2 abschloss (60.). „Wie wir aus der Pause herausgekommen sind, gefiel mir gar nicht“, betonte Neidhart.

Rot gegen Kapitän

Nur zwei Minuten später schwächten sich die Wolfsburger selbst: Kapitän Jan Ademeit grätschte völlig übermotiviert Marius Kleinsorge in die Beine und sah zurecht die Rote Karte. „Der Ansatz, wie Jan Ademeit da hineingegangen ist, war dumm. Da musste man die Rote Karte zeigen“, sagte Neidhart. Kleinsorge musste anschließend verletzungsbedingt das Feld verlassen. So richtig etwas mit der Überzahl anfangen konnte Meppen nicht. Der für Kleinsorge reingekommene Marc Schnier hatte die Vorentscheidung auf dem Fuß, entschied sich aber für eine Hereingabe, die keinen Abnehmer fand (70.).

Kremer erlöst Zuschauer

Die Schlussphase gestaltete sich völlig offen. Wolfsburg versuchte vieles zu zehnt, Meppen verlor den Faden. Von der Überzahl war kaum etwas zu spüren. Freistehend verpasste Niklas Eilbrecht denkbar knapp den Ausgleich, der zu diesem Zeitpunkt nicht mehr unverdient gewesen wäre (77.). In der 85. Minute explodierte dann förmlich die Hänsch-Arena. Der eingewechselte Max Kremer lief alleine auf Sauss zu und machte den Sack mit dem 3:1 zu. Pure Erleichterung durchströmte die Ränge. Enttäuscht zeigte sich Neidhart jedoch auf der Pressekonferenz von einigen Zuschauern. „Als wir Marc Schnier eingewechselt hatten, wurde dieser von einigen Zuschauern bei jeder Aktion kritisiert. Und das auf eine Art und Weise, die sich nicht gehört“, berichtete Neidhart und hob seine Stimme. Das Thema brodelte in ihm.

Euphorie pur

Direkt nach dem Abpfiff zeigten sich die Meppen-Anhänger zufrieden. Sie feierten ausgiebig. Nach einem erneuten Sieg ihrer Mannschaft überschütteten sie das Team mit Fangesängen. Mit dem neuerlichen Erfolg endet eine beeindruckende Hinserie. Eine Hinserie, die in dieser Form wohl unvergessen bleibt.


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