3:2 gegen den SC Paderborn SV Meppen schlägt den nächsten Drittligisten


Meppen. Applaus zur Pause, Applaus nach dem Schlusspfiff, Applaus nach den Toren. 352 Zuschauer belohnten den SV Meppen in Teglingen für eine erneut starke Vorstellung gegen einen Drittligisten und feierten den 3:2-Sieg (1:0) gegen den SC Paderborn.

SVM-Trainer Christian Neidhart zeigte sich angetan von seiner Elf. „Das war vor allem vor der Pause eine richtig gute Vorstellung. Der Ball lief, wir waren in den Zwischenräumen.“ Der SVM spielte einen ansehnlichen Fußball. Das Leder lief in der Defensive, zudem gab es gute Stafetten nach vorn. Etliche endeten zwar in einer Abseitsposition, aber der Gastgeber suchte Lösungen auch in der Offensive.

Gefahr durch Dobros

Er ließ sich jedenfalls nicht – wie im Vorfeld erwartet – vom Drittligisten, der vor zwei Jahren noch erstklassig war, unter Druck setzen, sondern hielt gegen. Paderborn, das sich eine Woche in Herzlake auf die Saison vorbereitete , kam zu wenigen Möglichkeiten. Für Gefahr sorgte vor allem Niko Dobros, den Janik Jesgarzewski nicht bremsen konnte. Doch im Zentrum waren die Ostwestfalen, die fast zwei Wochen länger trainieren als der SVM, zu harmlos.

Führung durch Leugers

Nachdem ein Treffer von Jovan Vidovic nicht anerkannt wurde (35.), sorgte Thilo Leugers bei brütender Hitze unmittelbar vor der Pause für die SVM-Führung. Er verwandelte eine Ecke direkt. Sein dritter Treffer. Der agile Mirco Born, der mit Marius Kleinsorge auf den Flügeln für Tempo sorgte, irritierte Torwart Lukas Kruse.

Zwei Elfmeter gegen Meppen

Nach der Pause setzten die Paderborner, die ihre Grundordnung kaum veränderten, auf schnelle Angriffe. Aus dem Spiel heraus konnten sie den SVM nicht überwinden. Zwei Strafstöße nach Foul von Dennis Geiger und Jens Robben sorgten für die kurzfristige Wende. Der eine oder andere individuelle Fehler begünstigte den Gast, doch die Blau-Weißen zeigten den Willen, die Patzer auszubügeln, wie etwa Martin Wagner, der durch den Ballverlust an der Mittellinie eine gefährliche Aktion der SCP einleitete, aber an der Meppener Strafraumgrenze wieder klärte.

Ausgleich durch Girth

Gerade als die Ostwestfalen scheinbar Oberwasser bekamen, schlug der SV Meppen zurück: Jesgarzewski bediente Benjamin Girth im Zentrum, der beförderte den Ball ins Netz. Beim 3:2 setzte Thorben Deters Keeper Kruse, der über Erstligaerfahrung verfügt, nach einem Rückpass so unter Druck, dass der Paderborner SVM- Gastspieler Deniz Taskesen (VfL Osnabrück II) den Ball in die Füße spielte. Der 23-Jährige traf ins verwaiste Tor.

SVM wollte gewinnen

Danach machten die Emsländer klar, dass sie unbedingt gewinnen wollten. Torwart Benny Gommert musste gegen Robin Krause und Thomas Bertels retten. Dann war die nächste Überraschung perfekt. Gut gelaunt hatte Neidhart zuvor allen Spielern einen Einsatz gewährt. Das war eigentlich anders geplant. „Eine Belohnung“, urteilte Ko-Trainer Mario Neumann.


SV Meppen – SC Paderborn 3:2 (1:0)

1:0 Thilo Leugers (45.), der eine Ecke von der rechten Seite direkt verwandelt; 1:1 Christian Bickel (53.), Strafstoß nach Foul von Geiger, 1:2 Sebastian Schonlau (58.), Strafstoß nach Foul von Robben, 2:2 Benjamin Girth (66.), der das Leder nach Jesgarzewski-Hereingabe von rechts mit dem Körper stoppt und über die Linie knallt; 3:2 Deniz Taskesen (71.), der das Leder ins fast leere Tor schießt, nachdem der bedrängte Torwart Kruse es ihm in die Füße spielt.

SV Meppen: Gommert – Jesgarzewski (81. Püschel), Geiger (85. Hoge), Vidovic (61. Posipal), Schepers – Heerkes (46. Robben), Leugers (85. Ter Arkel) – Kleinsorge (75. Urbelis), Wagner (62. Deters), Born (62. Taskesen) – Girth (75. Schnier) .

SC Paderborn (Startelf): Kruse - Zolinski, Sebastian, Ruck, Herzenbruch – Kruska – Krause, Schonlau, Vucinovic, Dobros – van der Biezen. Eingewechselt: Itter, Medjedovic, Strohdiek, Bickel, Bertels, Michel, Mannek.

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