VfB Lübeck engagierter Meppens Trainer Neidhart nach 0:0 enttäuscht

Von Uli Mentrup


Meppen. Wieder 0:0, wieder kaum Torchancen. Nicht nur Meppens Trainer Christian Neidhart zeigt sich enttäuscht nach dem glanzlosen Remis gegen den VfB Lübeck vor 968 Zuschauern.

Neidhart bekannte, dass der Gast über weite Strecken mehr vom Spiel und auch die besseren Möglichkeiten hatte. „Wir waren in vielen Situation zu passiv“, fehlte ihm bei seinem Team die Spannung, die er beim Gegner erkannte. „Wir haben eine gute Offensive, aber das war zu wenig.“ Gerade in der Schlussphase habe der SV Meppen bei gegnerischen Kontern Glück gehabt.

Hopp kann mit Punkt leben

Lübecks Trainer Michael Hopp konnte mit dem Punkt leben. Er erkannte einige spielerische Momente im Meppener Mittelfeld, zeigte sich aber mit der Vorstellung des VfB zufrieden. „Wir haben alles in die Waagschale geworfen.“ Aber einige Konter auch zu sorglos abgeschlossen.

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VfB-Fanbus im Stau

In der sonnigen Hänsch-Arena mussten die Zuschauer sich zunächst gedulden. Weil der Lübecker Fanbus bei Bremen im Stau steckte, wurde das für 17 Uhr angesetzte „Hochsicherheitsspiel“ mit 15-minütiger Verspätung angepfiffen. Die SVM-Anhänger warben per Transparent für „fangerechte Anstoßzeiten“. Nach 17 Minuten trafen die Gäste-Anhänger ein und sorgten für Stimmung auf den Rängen.

Born für den verletzten Deters

Während Neidhart wie angekündigt Mirco Born für den verletzten Thorben Deters in die Startelf schickte, stellte VfB-Coach Michael Hopp auf drei Positionen um: Für den verletzten André Senger, Henrik Sirmais und Nils Lange standen der zuletzt gesperrte Stefan Richter, Aleksander Nogovic und Jan-André Sievers um 17.15 Uhr auf dem Feld.

Lübeck mit mehr Anteilen

Die frühe Anreise schien den Schleswig-Holsteinern jedenfalls nicht in den Knochen zu stecken. Sie setzten sich in den ersten fünf Minuten in der Meppener Hälfte fest, hatten vor dem Wechsel mehr Spielanteile und Ballbesitz. Das schlug sich auch in drei Möglichkeiten wieder. Doch der Flachschuss von Patrick Bohnsack strich am langen linken Pfosten vorbei (7.), beim Volley-Aufsetzer von Jan-André Sievers (12.) und dem Versuch von Aleksander Nogovic (38.) war Benny Gommert auf dem Posten.

Gommert motiviert gegen Exklub

Der SVM-Keeper war gegen seinen ehemaligen Klub, für den er zehn Jahre aktiv war, motiviert. Er sah zunächst keine Meppener Chance. Denn der Gastgeber ließ sich den Schneid abkaufen. Er suchte spielerische Lösungen, Ansätze waren zu erkennen, aber zu einer echten Möglichkeit reichte es im ersten Durchgang nicht. Gegen die kompakte Lübecker Abwehrreihe konnten der SVM sich nicht durchsetzen. Unmittelbar vor der Viererkette machte Nogovic die Lücken in der Zentrale dicht.

Erste SVM-Chance durch Pini

Das änderte sich erst, als der SVM seine Anstrengungen etwas forcierte. Er kam nach der Pause häufiger nach vorn und durch Erdogan Pini auch zur ersten Torchance. Doch der Offensivspieler, dem eine Anfrage vom Ligarivalen Eintracht Norderstedt, aber auch ein Angebot des SVM vorliegt, knallte den Ball knapp über die Torlatte (53.).

Standards nicht genutzt

Der Gastgeber verfügte über einige Standards, die er allerdings wieder einmal nicht nutzte. Dagegen tauchte der eingewechselte Kubilay Büyükdemir plötzlich vor dem Meppener Strafraum auf, kam an Gommert vorbei, passte das Leder aber miserabel in die Mitte (72.). Kurz danach zeigte der eingewechselte Christopher Kramer, an dem auch der SVM vor der Saison Interesse bekundet hat, wie man es besser macht. Doch Maurice Maletzki vergab kläglich. Das musste die Gäste-Führung sein. „Wenn wir das Tor machen, fahren wir mit drei Punkten heim“, meinte Hopp. Doch dazu reichte es trotz des Schlussspurts gegen einige Male in der Rückwärtsbewegung schlecht sortierte Emsländer nicht. Aber der VfB war näher am Dreier als der SVM.

„Wir wollen es Montag gegen Drochtersen/Assel besser machen“, versprach Neidhart.