Im Sommer nach Hardenberg Kapitän Johan Wigger verlässt den SV Meppen

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Meppen. Der Kapitän geht von Bord. Johan Wigger verlässt den SV Meppen im Sommer nach mehr als 250 Pflichtspielen. Der 30-Jährige führt berufliche Gründe für seinen geplanten Wechsel zum niederländischen Drittligisten HHC Hardenberg an.

Damit geht dann beim emsländischen Fußball-Regionalligisten eine knapp zehnjährige Ära zu Ende: Der in Emmer-Compascuum geborene Niederländer war 2006 zum SV Meppen gekommen. 2010 war er drei Monate in den USA engagiert: Er spielte beim Dutch Lions FC in Dayton im Bundesstaat Ohio, kehrte danach aber wieder ins Emsland zurück.

Der Mittelfeldspieler , der 2013 von Trainer Christian Neidhart zum Mannschaftskapitän bestimmt wurde, kam vom niederländischen Zweitligisten FC Emmen ins Emsland. Mit dem SVM feierte er als Meister der Oberliga Niedersachsen 2011 den Aufstieg in die Regionalliga Nord und die Qualifikation für den DFB-Pokal (2015). ). „Der Aufstieg in die Regionalliga war geil, das werde ich nie vergessen. Aber auch mein Tor gegen Borussia Dortmund oder im letzten Jahr das Spiel im DFB-Pokal gegen den 1. FC Köln , das sind absolute Highlights“, nennt Wigger einige Höhepunkte seiner Laufbahn beim SVM.

Die Nachricht, dass der Niederländer den Verein verlassen würde, kam für Neidhart keineswegs überraschend. „Es war klar, dass er seine letzte Saison bei uns spielen würde“, erklärte der Meppener Trainer „Darüber hatte er uns informiert.“ Nicht bekannt war dem Cloppenburger, dass der Defensivspieler mit dem wuchtigen Schuss sich dem HHC Hardenberg anschließen würde. Allerdings fehlte der beim 2:1-Sieg in Flensburg schon leicht angeschlagen ins Spiel gegangene Wigger, wegen einer Grippe Anfang der Woche beim Training. „Das ist etwas unglücklich gelaufen“, kündigte der Coach ein Gespräch am Rande des Trainings am Donnerstag an.“

Der 30-Jährige, der sich stets in den Dienst der Mannschaft gestellt hat, genießt das Vertrauen des Trainers, der ihn als verlängerten Arm auf dem Platz sieht. Er trägt wie das niederländische Fußball-Idol Johan Cruyff beim SVM das Trikot mit der Nummer 14. Neidhart bestätigte, dass der Wechsel von Wigger ausschließlich berufliche Gründe habe: „Er baut sich etwas auf für das Leben nach dem Fußball. Dieser Aufwand war zuletzt schon sehr hoch.“ Der Coach ist sicher, „dass Wigger sich vernünftig in Meppen verabschieden will.“

„In meinem Alter muss man sich überlegen, wohin man möchte. Und beruflich hat sich in den letzten Jahren einiges bei mir getan. Deswegen kann ich nicht mehr unter diesen professionellen Bedingungen trainieren“, erklärt Wigger, der sich schon vor Jahren zunächst gemeinsam mit Sebastian Schepers im Online-Marketing engagiert hat. Dass sein Herz an den Blau-Weißen hängt, macht er deutlich: „Nach so vielen Jahren bin ich natürlich Meppener geworden, und ich werde hier viele Leute und Dinge vermissen.“ Zudem schließe er die Tür ins Emsland nicht, kann er sich eine Rückkehr in anderer Funktion durchaus vorstellen.


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