Zweimal vom Elfmeterpunkt Alawie schießt SV Meppen in Flensburg zum Sieg


Der SV Meppen hat endlich eine Spitzenmannschaft bezwungen: Die Emsländer siegten beim Tabellendritten ETSV Weiche Flensburg verdient mit 2:1 (0:1).

Riesenjubel bei den Gästen, die mit einer starken Vorstellung den Grundstein zum Dreier beim Tabellendritten legten. Kämpferisch, taktisch und spielerisch passte es. „Unter dem Strich haben wir eine richtig gute Leistung gezeigt“, erklärte Trainer Christian Neidhart zufrieden.

Alawie eiskalt

Die Gäste machten es beim nördlichsten Liga-Konkurrenten vom Punkt: Muhamed Alawie erzielte beide Treffer per Elfmeter. Das schmälert die Vorstellung der Emsländer keinesfalls. Vor dem Ausgleich (54.) erkannte Referee Simon Rott aus Bremen erst nach Reklamation der Meppener und Rücksprache mit seinem Assistenten auf Strafstoß. Ein Flensburger Abwehrspieler hatte den Ball mit der Hand aus der Gefahrenzone befördert. Alawie verwandelte eiskalt.

Beim Foulelfmeter (85.) war Torwart Florian Kirschke noch mit den Fingerspitzen am Ball, konnte aber den Treffer nicht verhindern. Nach einem langen Zuspiel von Jovan Vidovic ging der eingewechselte Mirco Born nach Zweikampf mit Christian Jürgensen Boden. Alawie machte den Sieg perfekt.

Fünf Minuten Nachspielzeit

In der fünfminütigen Nachspielzeit in einer intensiv geführten Partie mit vielen Unterbrechungen musste Meppen allerdings nicht mehr bangen. Denn die Gastgeber, die die erste Heimniederlage in dieser Saison kassierten, kamen nur zu wenigen Möglichkeiten.

Das belegt die Stärke der emsländischen Defensive. Gegen die langen Kerls aus Schleswig-Holstein gewannen Patrick Posipal, Jovan Vidovic und Johan Wigger, der über eine Erkältung klagte, die meisten Kopfballduelle. „Die Raumaufteilung stimmte“, stellte Neidhart fest.

Nur ein einziges Mal ließen sich die Gäste überrumpeln: Beim 0:1 durch Tim Wulff (35.), der aus dem Nichts heraus traf. Genau genommen nach einem der gefürchteten weiten Einwürfe des Tabellendritten. Davor hatte Neidhart eindringlich gewarnt. Doch der SVM blieb auch nach der Pause ruhig, suchte seine Chancen – und nutzte zwei.

Flensburgs Trainer Daniel Jurgeleit beklagte, dass sein Team zu tief stand. Es verpasste jedenfalls den Sprung vorbei am VfL Wolfsburg II auf Rang zwei und konnte den SVM nicht als Verfolger abschütteln. „Wir haben es Meppen nach der Pause zu leicht gemacht.“

Die Emsländer , die ohne Fünf antraten, imponierten mit flexibler Taktik. Janik Jesgarzewski setzte vor der Pause auf der rechten Site viele Impulse. Martin Wagner beackerte fast die komplette linke Außenbahn. Der SVM rackerte enorm. Dabei standen fast ein Dutzend U-23-Spieler und sieben Eigengewächse im erfolgreichen Aufgebot.


Tore: 1:0 Tim Wulff (33.), der dem Ball per Linksschuss aus knapp 16 m ins rechte Eck befördert; 1:1 Muhamed Alawie (54.), der Keeper Kirschke beim Handelfmeter verlädt; 1:2 Muhamed Alawie (85.) mit Foulelfmeter.

Eingewechselt: 77.: 38 Bornfür Pini; 81.: 7 Schnier für Robben; 88.: 9 Ahillen für Deters.

Auf der Bank: 32 Huxsohl; 13 Püschel, 15 Hoge, 23 Thomas.

Nächstes Spiel: gegen SV Drochtersen/Assel, Samstag, 5. März, 18 Uhr, Hänsch-Arena, Meppen.

ETSV Weiche Flensburg: 1 Kirschke – 5 Paetow, 20 Thomsen, 13 Ostermann – 27 Santos, 8 Böhncke (81.: 10 Drews) - 19 Hasanbegovic, 15 Meyer – 24 Wulff, 9 Sykora, (73.: 6 Schulz), 7 Shirdel (58.: 4 Jürgensen).

Bester Spieler: Santos

Gelb: Hasanbegovic, Jürgensen / Posipal, Robben, Alawie, Ahillen - Zuschauer: 1018, darunter etwa 50 Emsländer - Schiedsrichter: Simon Rott (TuS Komet Arsten/Bremen).

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