Mittelfeldspieler im Interview SVM-Kapitän Wigger: Ich kenne das Ziel

<em>Stolzer Kapitän:</em> Johan Wigger nach dem ersten Pflichtspielerfolg der neuen Saison in Oldenburg, Foto: LeißingStolzer Kapitän: Johan Wigger nach dem ersten Pflichtspielerfolg der neuen Saison in Oldenburg, Foto: Leißing

Meppen. Vor knapp einer Woche hat Meppens Trainer Christian Neidhart Johan Wigger zum Mannschaftskapitän ernannt. Wie er sich fühlt, und welche Aufgaben er hat, erläutert der Niederländer im Interview.

Waren Sie überrascht, als Christian Neidhard Sie zum Mannschaftskapitän bestimmt hat?

Teils ja. Wir haben in der Vorbereitung ein bisschen durchgewechselt mit der Kapitänsbinde. Chris Meier hat das ein paarmal gemacht, auch Benni Gommert und ich waren mal Kapitän. Das heißt, dass wir für die Position infrage kommen. Wir sind alle schon etwas länger im Verein. Als Torwart ist man oft ein bisschen weiter weg vom Spielgeschehen –- zum Beispiel bei einem Eckball der eigenen Mannschaft. Chris Meier und ich, wir machen das zusammen, auch wenn ich die Binde trage. Wir verstehen uns gut. Ich denke, dass wir das gut hinbekommen.

Wie haben Sie sich gefühlt?

Das ist natürlich eine Ehre, wenn man beim SV Meppen Mannschaftskapitän sein kann und darf. Darauf bin ich sehr stolz. Ich war bei Frank Claaßen schon kurze Zeit Kapitän. Aber da war ich vielleicht noch ein bisschen zu jung und zu unerfahren. Jetzt bin ich älter und erfahrener.

Welche Aufgaben außer der Seitenwahl hat der Mannschaftskapitän?

Der Kapitän muss zeigen, wohin die Mannschaft sich bewegen muss, um in die richtige Richtung zu kommen. Er muss Verantwortung übernehmen und dafür sorgen, dass alle Spieler mitarbeiten und sich engagieren für das gemeinsame Ziel. Ich bin schon lange dabei. Ich kenne das Ziel und hoffe, dass ich das auf die Mannschaft übertragen kann. Ein Kapitän muss natürlich ein Führungsspieler sein. Nicht nur auf dem Platz, sondern auch außerhalb. Ich denke, ich habe in der Zeit, in der ich schon für den SV Meppen spiele, gezeigt, dass es passt.

Was ist genau das Ziel?

Wir wollen uns erst einmal etablieren in der Regionalliga und uns wieder für den DFB-Pokal qualifizieren. Das ist wichtig in Meppen. Es ist schwer, in der Regionalliga Meister zu werden. Es sind einige richtig gute Mannschaften in der Liga. Wir wollen in dieser Saison unter die ersten sechs kommen. Ich glaube, dass wir es mit unserem Potenzial schaffen können. Wir haben eine frische Mannschaft bekommen mit vielen neuen Spielern. Alles muss noch zusammenwachsen. Das wird Tag für Tag und Woche für Woche besser. Wenn wir konzentriert weiter arbeiten, können wir unser Ziel erreichen. Es läuft schon ganz viel in eine gute Richtung.

Christian Neidhart hat den Mannschaftskapitän bestimmt. Ist es in höheren Ligen weitgehend üblich, dass der Trainer das macht?

Der Trainer entscheidet, wer Kapitän wird. Es ist seine Aufgabe zu sehen, wer ein gutes Standing in der Mannschaft, wer schon Erfahrung hat.

In den Niederlanden ist die Nummer 14 auf dem Trikot oft ein Symbol für die Kultfigur Johan Cruyff. Warum tragen Sie in Meppen das Trikot mit dieser Nummer ?

Als ich vor gut sieben Jahren nach Meppen gekommen bin, hat mir Eugen Geppert das Trikot mit der Nummer 14 gegeben. Das hatte keinen besonderen Grund. Ich weiß, dass die 14 oft mit Cruyff in Verbindung gebracht wird. Aber bei mir war es nur Zufall.


Johan Wigger wird am 2. November 1985 im niederländischen Emmer-Compascuum geboren. Der defensive Mittelfeldspieler spielte für BV Emmen (2003–2006) und den SV Meppen (2006– 2010). Dann wechselte er in die USA zum Dayton Dutch Lions FC, kehrte aber 2010 wieder zum SV Meppen zurück. Dort ist er Mannschaftskapitän. Der 27-Jährige betreibt mit Mitspieler Sebastian Schepers in Haren einen Internetshop mit sportmedizinischen Produkten.

Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN