3:5-Niederlage gegen Münster Viktor Maier beim SV Meppen wie im Nationalteam

Von Dieter Kremer

In der kirgisischen Nationalmannschaft spielt Viktor Maier (in Blau) häufiger hinten rechts. Foto: ScholzIn der kirgisischen Nationalmannschaft spielt Viktor Maier (in Blau) häufiger hinten rechts. Foto: Scholz

Trotz Niederlage Selbstvertrauen getankt haben am Samstag die Fußballer des SV Meppen: Zwar verlor das Team von Christian Neidhart das nach der Flensburg-Absage kurzfristig anberaumte Testspiel gegen den Drittligaklub SC Preußen Münster unter den Augen des Ex-Meppeners Michael Holt mit 3:5, doch die Partie auf dem Kunstrasenplatz in Albersloh lieferte wertvolle Erkenntnisse.

In einer im Verein ungewohnten Rolle fand sich Meppens Viktor Maier vor 341 Zuschauern wieder. Der 25-Jährige spielte rechts defensiv – wie bei den WM-Qualifikationspartien mit der kirgisischen Nationalmannschaft. Der schnelle Maier sollte aus der Tiefe heraus spielen, erklärt Neidhart, der erneut das 3-4-3 testete.

„Ordentlicher Test“

Mann des Spiels war Münsters Abdenour Amachaibou mit drei Treffern und einer Vorlage. Per Elfmeter hatte Max Kremer für das zwischenzeitliche 1:1 gesorgt. Als Münster zwei Treffer nachlegte, erzielten Erdogan Pini und Muhamed Alawie die Treffer zum 3:3-Zwischenstand, ehe Preußen noch zwei Tore schoss.

„Das war ein ordentlicher Test gegen einen richtig guten Gegner, der Fehler sofort ausnutzt“, konstatierte Neidhart. Seine Mannschaft habe bei guten Platzverhältnissen viel Ballbesitz gehabt, sich nicht versteckt und teilweise gut gepresst, ergänzte Meppens Coach. „Ich bin nicht unzufrieden. Das Ergebnis ist okay, wenn man bedenkt, dass wir ein Gegentor selber machen und zwei Geschenke vom Schiri dabei waren“, spielte Neidhart auf Dennis Strompens Fehlpass vor dem 0:1 sowie auf ein vermeintliches Abseitstor und den aus seiner Sicht fragwürdigen Elfmeter der Münsteraner an. Man habe eine Steigerung gegenüber den letzten Testspielen gesehen, stellte Neidhart seinen Jungs ein gutes Zeugnis aus. Zumal es für die Meppener erst die achte Einheit auf dem Platz war, obwohl sie seit drei Wochen wieder im Training sind. „Davon waren vier Spiele“, betont Neidhart. Einziges Ärgernis: Sebastian Schepers fand sich bei einer Abwehraktion im Tornetz wieder und musste danach wegen einer Knieprellung raus.