SVM versorgte die Kölner Meppener Fans erinnerten an die Varusschlacht

Von Uli Mentrup

Mit ihrer Choreografie machten die Fans des SV Meppen auf die Ausgangslage vor dem Pokalspiel gegen Köln aufmerksam. Am Samstag setzte sich dennoch die Übermacht aus der Domstadt durch.Mit ihrer Choreografie machten die Fans des SV Meppen auf die Ausgangslage vor dem Pokalspiel gegen Köln aufmerksam. Am Samstag setzte sich dennoch die Übermacht aus der Domstadt durch.

Meppen. Gut vorbereitet waren die Meppener Fans. Sie entrollten vor dem Anpfiff des Pokalspiels ein riesiges Banner mit der Aufschrift „Wie schon vor 2000 Jahren: Wir stellen uns jeder Macht. Ampsivarier.“ Darüber war ein germanischer Krieger mit Schwert abgebildet.

Die SVM-Anhänger erinnerten vor dem DFB-Pokalspiel gegen den 1. FC Köln an die Varusschlacht. Der Stamm von der Ems beteiligte sich 9 nach Christus am Aufstand des Cheruskers Arminius, der dem Feldherrn Varus des übermächtigen Römischen Reichs eine vernichtende Niederlage beibrachte. SVM-Trainer Christian Neidhart zeigte sich begeistert von der Unterstützung von den Rängen. Allerdings dürfte das Zünden einer Rauchbombe im Fanblock für den Verein eine Geldstrafe durch den DFB zur Folge haben.

Zum Feiern war SVM-Schiedsrichterwart Bernd Kaiser nicht zumute. Dabei ist er seit der ersten Meisterschaft des Effzeh 1962 Anhänger der Kölner. 1967 spielte er in der A-Jugend des SVM, dem am Samstag ein paar Prozente mehr seiner Zuneigung galten.

In Aselage hatten die Kölner Quartier bezogen. Das Abschlusstraining wurde ohne Zuschauer durchgeführt, wusste SVM-Vorstandsmitglied Dieter Barlage, der die Gäste um Trainer Peter Stöger am Freitag besucht hatte. Elfmeterschießen soll auf dem Programm gestanden haben.

Am Samstag kam der Bundesligist ohne Wasser, Kaffee, Obst und Kuchen in Meppen an. Andree Wübben vom Gastgeber half aus – genauso wie den Schiedsrichtern. „Die hatten keine Handtücher dabei.“

Nicht einmal für einige Getränke gegen den Durst wollten zwei Effzeh-Fans die Farben wechseln. Weil sie in ihren roten Kölner Trikots keinen Nachschub mehr holen konnten aus dem Geschäft eines FC-Sponsors, lautete der wohlgemeinte Ratschlag einiger Emsländer, sich im Meppener Blau zu verkleiden. „So viel ist mir die Freiheit nicht wert“, verzichteten die Köln-Anhänger auf den günstigeren Getränkenachschub.