Platzverweis der Knackpunkt des Spiels Neidhart nach dem Pokal-Aus: Das tut natürlich weh

Von Mirko Nordmann


Meppen. Auf die Frage von Stadionsprecher Heiner Harnack, wie er denn das Spiel gesehen habe, flüchtete sich SV Meppens Trainer Christian Neidhart in Ironie. „Von der Tribüne aus – wunderbar von oben.“ Nach dem Platzverweis von Torhüter Benjamin Gommert hatte der Meppener Coach seinen Unmut über die Entscheidung gegenüber dem vierten Offiziellen zu heftig Luft gemacht.

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Auch nach dem Spielende war der Ärger über die Szene aus der 24. Spielminute bei Neidhart nicht verflogen. „Das Foul von Olkowski an Schepers, für das es nur gelb gab, war für mich eher eine rote Karte, als die andere Situation“, sagte Neidhart, „Olkowski kommt doch zum Schuss.“ Dann trafen ihn allerdings die Füße von Gommert, was Schiedsrichter Christian Dietz als Vereitelung einer klaren Torchance wertete. „Zu dem Zeitpunkt war das Pokalspiel für uns gegessen“, stellte Neidhart fest.

„Den muss er anders verteidigen“

Von der Mitschuld am ersten Kölner Treffer durch Anthony Modeste konnte Neidhart seinen Keeper aber nicht ganz freisprechen. „Den Ball muss man natürlich anders verteidigen. Entweder muss der Torwart raus oder ein Innenverteidiger muss hin“, erklärte Meppens Coach. Gommert zögerte allerdings, entschied sich dann dafür auf der Linie zu warten, sodass Modeste den hohen Ball annehmen konnte und nach 45 Minuten die Führung erzielte.

Trotz Niederlage war es ein wunderschöner Fussballtag in Meppen. Wir waren natürlich vor Ort und haben die Stimmung rund...

Posted by ev1.tv on Samstag, 8. August 2015

Perfekter Start für Köln und Stöger

„Der Spielverlauf war natürlich für uns ideal. Im Pokalspiel wünscht man sich ein frühes Tor. Das war ein sehr frühes“, freute sich Kölns Coach Peter Stöger über den perfekten Start. „Nach dem Elfmeter und dem Platzverweis war das Spiel gelaufen“, erkannte auch Stöger. Ganz zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft war der Trainer dennoch nicht. „Wir sind war einigermaßen souverän aufgetreten, aber einige hätten im Hinblick auf das Spiel gegen Stuttgart mehr Werbung in eigener Sache machen können.“

Dass hätten die Meppener Spieler auf der großen Bühne DFB-Pokal auch sicherlich gerne gemacht, aber in Unterzahl gegen einen Erstligisten ist das natürlich schwer. „Das tut natürlich weh. Wir wollten den Fans richtig etwas zeigen und haben uns viel vorgenommen“, sagte Neidhart, der eine Gänsehaut hatte, als er vor dem Spiel zum ersten Mal das Stadion betreten hatte, „so häufig spielen wir ja auch nicht vor ausverkauftem Haus.“

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