Beim Pokal-Jubiläum gegen Köln Der SV Meppen pflegt den Glauben an die Chance

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Klare Kante: Meppens Kotrainer weist den Meppener Spielern am Samstag im Pokal-Knaller gegen den 1. FC Köln den Weg. Für ein Spiel ruhen alle Sympathien des ehemaligen Torwarts für den Effzeh. Foto: Werner ScholzKlare Kante: Meppens Kotrainer weist den Meppener Spielern am Samstag im Pokal-Knaller gegen den 1. FC Köln den Weg. Für ein Spiel ruhen alle Sympathien des ehemaligen Torwarts für den Effzeh. Foto: Werner Scholz

Meppen. Es ist angerichtet für ein Fußballfest: Die Hänsch-Arena ist ausverkauft, die Stimmung vor dem ersten Auftritt des SVM auf der nationalen Bühne seit 16 Jahren blendend. Die kleine Hoffnung auf eine Sensation beim 25. Auftritt des SV Meppen im DFB-Pokal am Samstag um 15.30 Uhr gegen den 1. FC Köln beflügelt die Fans zusätzlich.

Es bleibt ein Duell David gegen Goliath – oder der emsländischen Gallier gegen die Römer vom Rhein. Dass aber auch die Underdogs eine minimale Chance haben, das macht den Reiz des Pokalwettbewerbs aus. „In einem Spiel ist alles möglich“, weiß das Trainergespann Christian Neidhart und Mario Neumann .

Auch wenn beim SVM gerade wieder die „Innenverteidiger-Seuche“ herrscht, wie Neidhart es ausdrückt. Martin Hudec ist weiter verletzt, Marcel Thomas nach einem Anriss am Meniskus bereits operiert worden. So muss der Gastgeber ausgerechnet vor diesem wichtigen Spiel umstellen. Der gerade wiedergenesene Johan Wigger rückt von der Sechser-Position weiter nach hinten. Damit dürften Jens Robben und Dennis Strompen zentral vor der Abwehr auflaufen. Gut möglich, dass Neidhart eine Offensivposition zugunsten eines Defensivspielers opfert.

Der SVM will sich nicht verstecken oder sich bereitwillig von den Kölnern vernaschen lassen. Im Gegenteil. „Wir wollen Tempo nach vorne machen und auf unsere Konterchance warten“, erklärt Neidhart. Denn in die nächste Runde zieht nur ein, wer ein Tor mehr als sein Gegner schießt. So lange wie möglich will der Gastgeber die Null halten. Das erhöht den Druck auf den Gegner.

Die Stärken des Teams von Peter Stöger kennt vor allem Neumann, der seit seinem elften Lebensjahr FC-Anhänger ist. „Insider-Infos habe ich nicht, aber ich kenne die Grundformation“, sagt der 48-Jährige. Die Mannschaft um den starken Keeper Timo Horn ist in der Bundesligasaison nach dem Aufstieg in 13 Partien ohne Gegentor geblieben, spielt schnell nach vorn. Da muss der SVM aufpassen auf Spieler wie Leonardo Bittencourt, Marcel Risse, Milos Jojic oder Anthony Modeste.

„Wir müssen konsequent sein und dürfen uns keine Fehler erlauben. Die werden sofort bestraft“, warnt Neumann. Als kleinen Vorteil erachten es die Emsländer, dass sie schon Wettkampfpraxis haben – der Gast aber nicht. „Wir verspüren keinen Druck und haben auch nichts zu verlieren“, hoffen Neidhart und Neumann, dass die Meppener Spieler bei dem Rahmen einfach Spaß haben am Fußball. Er pflegt den Glauben an die kleine Chance. Der Reiz, mit einer Sensation Pokalgeschichte zu schreiben, kommt hinzu. „Wenn wir gewinnen, hat Köln viel falsch gemacht“, sagt Neumann. Samstag könnte er es ein einziges Mal verschmerzen.


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