Aki Schmidt beim Pokal-Knaller BVB-Legende drückt dem SV Meppen die Daumen

Von Uli Mentrup

Freunde: Aki Schmidt (l.) und der Harener Reeder Rudi Schepers schauen sich Samstag das Pokalspiel in Meppen an. Foto: E. SeilerFreunde: Aki Schmidt (l.) und der Harener Reeder Rudi Schepers schauen sich Samstag das Pokalspiel in Meppen an. Foto: E. Seiler

Meppen. Prominente Unterstützung genießt der SV Meppen Samstag auf der Tribüne: Die Dortmunder Fußball-Legende Aki (Alfred) Schmidt drückt den Emsländern im Pokalduell gegen Köln die Daumen.

Schmidt besucht seinen Freund Rudi Schepers in Haren, für den er vor Jahren ein Schiff auf den Namen Borussia Dortmund taufte. Der Mittelfeldspieler hat in 276 Partien für den BVB 76 Tore geschossen. 1966 gewann er mit dem Club beim 2:1 nach Verlängerung in Glasgow gegen Liverpool den Europapokal der Pokalsieger (Torschützen Stan Libuda, Siggi Held). Der zweifache Deutsche Meister absolvierte 25 Länderspiele.

Schmidt, der am 5. September 80 Jahre alt wird, ist nicht zum ersten Mal im Emsland: „Meppen ist mir ans Herz gewachsen.“ Natürlich hat er das Freundschaftsspiel gegen Dortmund vor drei Jahren besucht. Getroffen hat er SVM-Fußballer Sebastian Schepers . Er kennt sich aber auch in der Meppener Vergangenheit aus: In der Zweiten Liga seien die Gegner aus zwei Gründen nicht gern ins Emsland gefahren: Zum einen wegen der weiten Strecke, zum anderen, weil sie dort zumeist verloren hätten. „Das war prima“, sagt der ehemalige Borussen-Fanbeauftragte.

Schmidt weiß, wie man den Effzeh bezwingen kann. „Das waren Bombenspiele gegen Köln“, erinnert er sich. Besonders gern an den Sieg im Pokalfinale 1970. Unter Trainer Schmidt, der nach einem Unfall mit einem Gipsfuß auf der Bank saß, holte der damalige Zweitligist (Regionalliga Süd) Kickers Offenbach beim 2:1 in Hannover seinen einzigen nationalen Titel. Dabei standen im Team des Gegners Nationalspieler wie Wolfgang Overath oder Heinz Flohe. Zuvor hatte Offenbach schon Eintracht Frankfurt, Dortmund und Nürnberg ausgeschaltet.

Bereits 1963 hatte sich Schmidt mit Dortmund im Endspiel um die deutsche Meisterschaft in Stuttgart mit 3:1 behauptet. Nach den Toren von Dieter Kurrat und Reinhold Wosab traf Schmidt selbst zum 3:0. Karl-Heinz Schnellinger verkürzte nur noch.